Wenn die Salsiccia direkt aus einem kleinen Dorf in Kalabrien kommt und selbstgemachte Gnocchi dazu warten, braucht man keinen Flug nach Italien mehr.
Die Geschichte dahinter
Salsiccia – wer das Wort ausspricht, riecht schon fast die würzige Luft eines süditalienischen Marktes. Seit Giovannis Frau das kleine Käselädele in Staufen übernommen hat, ist in unserem Alltag ein Stück echter Italianità eingezogen. Giovanni bringt alles persönlich aus seinem Heimatdorf in Mitten von Kalabrien mit – er hat es uns einmal lächelnd verraten, fast so, als würde er ein kleines Geheimnis teilen. Neben Orangen, Zitronen und verschiedenen Käsesorten haben wir uns jetzt schon durch sein ganzes Wurstprogramm durchgekostet.
Besonders jetzt im Januar sind seine Orangen und Zitronen ein absolutes Highlight. Sie sind saftig, süß und sehen zwar nicht so perfekt aus wie die polierten Supermarktexemplare – aber der Abrieb! Intensiv, lebendig, unvergleichlich. Für die Sauce heute habe ich genau diese Zitrone verwendet und ihr mit einem Löffel Meerrettich noch etwas Temperament gegeben.
Und die Salsiccia-Gnocchi? Die sind mein kleines Gedankenreise-Rezept. Während ich koche, träume ich mich an einen warmen Ort in Italien, ein Glas Wein, ein paar Oliven, eine Brise Meer. Das klingt vielleicht kitschig – aber manchmal ist genau das der beste Grund, an einem grauen Januartag den Herd anzuschmeißen.
Was ist eigentlich Salsiccia?
Salsiccia (ital.: „Wurst“) ist eine frische oder leicht getrocknete italienische Bratwurst aus grobem Schweinefleisch, die in ihrer Würzung je nach Region stark variiert. Die kalabrische Variante, wie Giovannis, ist typischerweise kräftig mit Chili und Paprika gewürzt – im Süden Italiens schätzt man die Schärfe. Daneben gibt es Salsiccia mit Fenchelsamen (typisch für die Toskana), Trüffel oder Peperoncini. In guten Supermärkten sind sie abgepackt erhältlich – am besten aber natürlich beim Lieblingsitaliener des Vertrauens.
Herkunft: Ganz Italien, regionale Varianten von Kalabrien bis in die Toskana
Charakter: Grob, würzig, leicht fettig – ideal zum Braten und Verarbeiten
Im Handel: Frisch beim Metzger oder im gut sortierten Supermarkt
Inhaltsverzeichnis
- Die Geschichte dahinter
- Was ist eigentlich Salsiccia?
- Tipps & Variationen
- Weitere Gnocchi-Rezepte findest Du in meiner Kategorie – Kartoffelgnocchi.
- Ausflugstipp

Zutaten Salsiccia-Gnocchi
- 400g Kartoffeln
- 100g Salsiccia
- 1 Ei
- 100g Mehl
- 30g Hartweizengries
- 150g Ruccola
- Salz & Pfeffer
Zutaten Meerrettich-Zitronensauce
- 1 Zitrone
- 1 Schalotte
- 100 ml Sahne
- 1 Eßl Meerrettich aus dem Glas
- 1 Eßl Schmand
- 1 Tl Mehl
- etwas Öl
- Salz & Pfeffer
Zubereitung
Die Kartoffeln schälen und im Salzwasser kochen. Wenn sie fertig sind abschütten und ausdampfen lassen. Durch eine Kartoffelpresse drücken und etwas abkühlen lassen. Das Ei trennen und das Eigelb mit dem Mehl und dem Hartweizengries zu der Kartoffelmasse geben.
1 Salsiccia in dünne Scheiben schneiden und anbraten. Die restlichen Salsiccia aus dem Darm pressen und das Brät in der Pfanne ebenfalls anbraten. Die Scheiben gesondert auf die Seite stellen. Den Brät auf ein Küchenpapier geben und das Fett aufsaugen lassen. Danach alles zu der Kartoffelmasse geben und zu einem Teig verkneten. Die Kartoffelmasse mit Salz und Pfeffer etwas abschmecken und zu Gnocchi verarbeiten.
Die Salsiccia-Gnocchi im siedenden Salzwasser kurz durchziehen lassen und dann in Pfanne (in welcher davor die Salsiccia angebraten wurden) durchschwenken.
In einer Pfannes die geschälte und kleingeschnittene Schalotte glasig anbraten. Die Zitronenschale abreiben und die Zitrone auspressen. Die Zwiebeln mit dem Zitronensaft ablöschen und mit Mehl bestäuben. Die Sahne hinzugeben. Den Meerrettich und den Schmand einrühren und mit Salz und Pfeffer die Sauce abschmecken.
Die Salsiccia-Gnocchi in der Pfanne mit der Meerrettich-Zitronensauce übergießen. Den frisch gewaschenen Ruccola und die gebratenen Salsiccia-Scheiben hineingeben, kurz umrühren und alles in Tellern anrichten.


Schnell-Variante
Du möchtest Zeit sparen? Nimm fertige Gnocchi aus dem Kühlregal statt selbstgemachter – das geht an Wochentagen absolut in Ordnung. Die Meerrettich-Zitronensauce und die gebratene Salsiccia machen trotzdem den ganzen Unterschied.
Rezept Download
Rezept Salsiccia-Gnocchi
Tipps & Variationen
- Salsiccia-Wahl: Probiere ruhig verschiedene Sorten – mit Fenchel schmeckt das Gericht anisartig-frisch, mit Peperoncini bekommt es Feuer. Wer es milder mag, greift zur natur-gewürzten Variante.
- Zitrone unbehandelt: Kaufe wenn möglich Bio- oder unbehandelte Zitronen – der Abrieb macht in der Sauce geschmacklich den ganzen Unterschied.
- Vegetarische Alternative: Die Gnocchi schmecken wunderbar auch ohne Fleisch – lass die Salsiccia weg und verfeinere die Sauce mit etwas geräuchertem Paprikapulver und knusprig gebratenen Champignons als Einlage.
- Gnocchi-Teig im Voraus: Der Teig lässt sich vorbereiten und die geformten Gnocchi auf einem bemehlten Teller kühlen, bis sie gebraucht werden. So klappt das Abendessen auch wenn Besuch kommt.
- Aufbewahrung: Frisch schmeckt dieses Gericht am besten. Reste lassen sich aber gut 1–2 Tage im Kühlschrank aufbewahren und in der Pfanne mit etwas Wasser oder Brühe aufwärmen.

Weitere Gnocchi-Rezepte findest Du in meiner Kategorie – Kartoffelgnocchi.
- Gnocchi mit Rucolapesto – Alltagsküche mit mediterranem Aroma
- Kartoffelgnocchi mit Schinken-Sahnesoße und Zucchinispaghetti – cremig, herzhaft & selbstgemacht
- Rote-Beete-Gnocchi Auflauf – bunt, schnell & unwiderstehlich lecker
- Salsiccia-Gnocchi mit Meerrettich-Zitronensauce – ein Hauch Kalabrien auf dem Teller
- Vegane Gnocchi: Fluffig, eifrei & in 30 Minuten auf dem Tisch
Ausflugstipp
Staufen im Breisgau – ein Besuch lohnt sich
Wer einen Ausflug ins Markgräflerland plant, sollte Staufen im Breisgau unbedingt auf die Liste setzen. Die Altstadt ist malerisch, die Atmosphäre entspannt – und der Aufstieg zur Burgruine belohnt mit einem wunderbaren Panoramablick über die ganze Region.
Für mich gehört dabei ein Zwischenstopp im Café Decker einfach dazu. Ein Milchkaffee und ein Mocca-Baiser-Törtchen – mehr braucht es manchmal nicht, um einen Nachmittag perfekt zu machen.

Lasst es Euch schmecken!
Eure Dani
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