Kartoffeln

Alles über die Kartoffel: Herkunft, Einkauf, Sorten und die perfekte Lagerung

Die Kartoffel ist seit vielen Jahrhunderten eines unserer wichtigsten Hauptnahrungsmittel. Als leidenschaftliche Foodbloggerin und Expertin rund um die tolle Knolle möchte ich dich auf dieser Seite umfassend über die wichtigsten Details informieren und die häufigsten Fragen beantworten.

Meine Kartoffel-Basics sind für jeden geeignet, der das Kochen mit der tollen Knolle von der Pike auf lernen oder perfektionieren möchte. Jeder Anfang ist schwer, und wer noch nicht so viel Erfahrung in der Küche hat, findet hier wertvolle Schritt-für-Schritt-Unterstützung, damit das Kochen nicht in Frustration umschlägt.

Das Wichtigste zuerst: Kartoffeln haben einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten in Form von gesunder Stärke. Dank ihrer wertvollen Ballaststoffe schenken sie uns ein langanhaltendes, sättigendes Gefühl. Eines ist mir besonders wichtig zu betonen: Kartoffeln sind absolut keine Dickmacher! Weiterhin stecken sie voller Nährstoffe und Mineralien und enthalten so gut wie kein Fett. Da sie zudem essentielle Aminosäuren beinhalten, sind sie als hochwertiger pflanzlicher Eiweißlieferant aus einer gesunden Ernährung nicht mehr wegzudenken.

Was du beim Einkaufen, der Zubereitung oder der Lagerung beachten solltest, erfährst du in den folgenden Abschnitten. Solltest du Fragen oder Anregungen haben, schreibe mir einfach eine Nachricht oder kontaktiere mich über meine Social-Media-Kanäle. Ich freue mich auf den Austausch mit dir!

Irisches Käsefondue, Kartoffeln
Bleu de la manche (blau) Cherie (rot)

Inhaltsverzeichnis

1. Kartoffeln und ihre inneren Werte: Botanik & Geschichte

Die Kartoffel gehört botanisch zur Familie der Nachtschattengewächse und ist somit eng mit der Tomate und der Paprika verwandt. Ursprünglich wurde sie vor schätzungsweise 10.000 Jahren in den südamerikanischen Anden angebaut. Ihren großen Siegeszug in Deutschland trat sie unter Friedrich dem Großen an. Er ließ die Knollen als Grundnahrungsmittel im großen Stil anbauen. Durch die gute Lagerfähigkeit über den Winter half die Kartoffel damals entscheidend dabei, die Hungersnöte während der strengen Wintermonate einzudämmen.

Heute gibt es in Deutschland circa 200 zugelassene Sorten, weltweit sind es schätzungsweise sogar über 2.000. Die kohlenhydratreichen Knollen enthalten viele wichtige Vitalstoffe, wie zum Beispiel B-Vitamine, die Haut und Haare stärken. Reichlich Vitamin C unterstützt zudem die Abwehrkräfte. Außerdem stecken in der Kartoffel wertvolle Mineralien wie entwässerndes Kalium, Kalzium für starke Knochen und Magnesium für die Muskeln. Besonders wertvoll ist das Kartoffeleiweiß, da es lebenswichtige Bausteine enthält, die unser Körper nicht selbst herstellen kann. Ein Großteil dieser Inhaltsstoffe sowie die wertvollen Ballaststoffe stecken übrigens direkt in oder knapp unter der Schale.

2. Was ist der Unterschied zwischen festkochend, vorwiegend festkochend und mehligkochend?

Der Stärkeanteil in der Knolle ist ausschlaggebend für die Kocheigenschaften der verschiedenen Kartoffelsorten. Je nachdem, was du in deiner Küche zubereiten möchtest, solltest du die passende Eigenschaft wählen:

  • Festkochende Kartoffeln: Sie haben den geringsten Stärkeanteil. Mit ihnen lassen sich am besten Bratkartoffeln, Rösti, Kartoffelsalate oder Gratins zubereiten. Die Kartoffelscheiben behalten auch nach dem Kochen ihre feste Struktur. Dadurch sieht dein Kartoffelsalat am Ende wunderbar appetitlich aus und wird nicht matschig.
  • Vorwiegend festkochende Kartoffeln: Diese Sorten sind die absoluten Allrounder in der Küche. Du kannst sie im Grunde für fast jedes Gericht verwenden, wenn du kleine Abstriche in der Optik (wie beim eben beschriebenen Kartoffelsalat) in Kauf nimmst. Besonders gut eignen sie sich übrigens für selbstgemachte Pommes frites und als Salz- oder Pellkartoffeln.
  • Mehligkochende Kartoffeln: Sie weisen den höchsten Stärkeanteil auf und sind perfekt für cremige Pürees, Knödel, Klöße und sämige Suppen. Sie zerfallen beim Kochen fast von alleine und lassen sich wunderbar cremig stampfen. Mein Expertinnen-Tipp: Eine festkochende Kartoffelsorte für Kartoffelpüree zu verwenden, führt in der Küche schnell zum Totalfiasko. Die Stärke wirkt dann wie Kleister, und es ist unmöglich, eine feine, cremige Konsistenz zu erzielen.

Alle Kartoffelsorten, die ich für meine Rezepte in der Kartoffelwerkstatt verwende, findest du auf meiner Übersichtsseite Kartoffelsorten näher beschrieben. Schau doch mal vorbei und lass dich inspirieren! Wenn ich beim Einkaufen eine besonders spannende Sorte entdecke, teile ich diese Entdeckungen und Tipps auch regelmäßig über Instagram und Facebook mit meinen Leserinnen und Lesern.

Exkurs: Warum haben Kartoffeln meist weibliche Vornamen?

Ob Annabelle, Elvira oder Sieglinde – zur Herkunft der weiblichen Namen sind zwei charmante Mythen überliefert. Die einen sagen, die weiblichen Vornamen kommen schlicht daher, weil es grammatikalisch „die“ Kartoffel heißt. Die zweite Überlieferung besagt, dass die Bauern die Erdäpfel früher mit Vorliebe nach ihren schönsten Töchtern benannt haben. Dennoch gibt es heute auch ein paar Ausnahmen im Handel, wie zum Beispiel das „Bamberger Hörnchen“ oder den „Blauen Schweden“.

Bunte Kartoffelsorten: Lila, Rot und Blau

Neben den klassischen, gelbfeischigen Sorten gibt es eine faszinierende Vielfalt an bunten Kartoffeln. Man findet sie heute vorwiegend in der gehobenen Gastronomie, da sie unsere feuchte Witterung beim Anbau nicht ganz so gerne mögen, weniger ertragreich und im Anbau etwas teurer sind als die handelsüblichen Standardsorten. Ihre tolle Färbung verdanken sie den Anthocyanen – das sind natürliche, pflanzliche Farbstoffe, die wir beispielsweise auch von Rotkohl, Brombeeren oder Kirschen kennen. Auch bei den farbigen Kartoffeln gibt es von festkochend bis mehligkochend alle Typen, und sie werden in der Küche genauso zubereitet wie normale Sorten. Ein kleiner Trick von mir: Wer die volle Farbintensität auf dem Teller behalten möchte, sollte die bunten Knollen lieber als Pellkartoffeln kochen und erst nach dem Garen schälen – oder sie am besten mit sehr wenig Wasser sanft dämpfen.

3. Worauf muss ich beim Einkaufen von Kartoffeln achten?

Im Supermarkt gibt es eine klare Kennzeichnungspflicht: Der Sortenname muss auf allen Kartoffelpackungen stehen oder gut sichtbar am Regal ausgewiesen sein. Wenn du auf der Suche nach alten, traditionellen Sorten bist, wirst du im normalen Supermarkt allerdings selten fündig – diese Raritäten entdeckst du am besten auf dem regionalen Wochenmarkt oder in spezialisierten Hofläden.

Achte beim Kauf auf die Frische: Gute, frische Kartoffeln fühlen sich in der Hand fest an und haben eine glatte, unbeschädigte Schale. Da Frühkartoffeln aufgrund ihrer dünnen Schale nicht lange haltbar sind, solltest du diese immer nur in kleinen Mengen für den zeitnahen Verzehr kaufen.

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Kennzeichnung im Supermarkt

4. Wie werden Kartoffeln richtig gelagert?

Je nach Sorte lassen sich Kartoffeln über mehrere Wochen bis hin zu einigen Monaten lagern. Sie mögen es am liebsten dunkel, trocken und konstant kühl. Ein gut belüfteter Keller mit Temperaturen zwischen 4 und 8 Grad ist ideal. Ich lagere meine Kartoffeln am liebsten in einer gemütlichen Holzkartoffelkiste – dort geschützt vor Licht, während von allen Seiten genügend Luft an die Knollen herankommt.

Im Kühlschrank hingegen fühlen sich Kartoffeln überhaupt nicht wohl; dort werden sie schnell schrumpelig und nehmen einen muffigen Geschmack an. Da es im Kühlschrank zu kalt ist, verwandelt sich die enthaltene Kartoffelstärke zudem in Zucker, was den Geschmack unangenehm verändert. Bekommen die Kartoffeln bei der Lagerung zu viel Licht ab, entwickeln sie grüne Stellen. Dabei bildet sich Solanin – ein natürlicher Giftstoff, der auch beim Kochen nicht völlig zerstört wird und gesundheitsschädlich sein kann.

Der richtige Umgang mit keimenden Kartoffeln und Solanin

Solanin ist ein bitter schmeckendes Glykoalkaloid. Es handelt sich um einen naturally vorkommenden, leicht toxischen Pflanzenstoff, der in Kartoffeln, Tomaten und anderen Nachtschattengewächsen enthalten ist und den Pflanzen als natürlicher Schutz vor Fressfeinden dient. Auch bei einer keimenden Kartoffel steigt die Konzentration an den Keimstellen an.

Hier gilt die Faustregel: Keime, die bis ca. 1 cm lang sind, kannst du einfach entfernen und die Stelle großzügig ausschneiden. Die Solanin-Konzentration im restlichen Erdapfel ist dann so niedrig, dass man diese Kartoffeln noch bedenkenlos essen kann. Bei deutlich größeren Keimen sowie bei schimmeligen oder weichen Knollen solltest du die Kartoffeln komplett entsorgen.

Keimende Kartoffeln, die du noch verwendest, solltest du vor dem Kochen immer gründlich schälen. Verwende das Kochwasser danach auf keinen Fall weiter. Obwohl sich Solanin nur schwer löst, geht ein Teil beim Kochen in die Flüssigkeit über und bleibt dort aufgrund seiner Hitzebeständigkeit aktiv.

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5. Meine Ausrüstung & Organisation für die Kartoffelküche

Da ich auf meinem Blog unglaublich viel mit Kartoffeln koche, haben sich im Laufe der Zeit ein paar unverzichtbare Küchenhelfer herauskristallisiert. Wenn du regelmäßig Kartoffelgerichte zubereitest, lohnt es sich, diese Utensilien bereitzustellen:

  • Kartoffelschäler (Sparschäler): Für ein schnelles und sicheres Schälen, ohne zu viel vom wertvollen Fruchtfleisch direkt unter der Schale zu verlieren.
  • Kartoffelstampfer: Ideal, um gekochte Kartoffeln für ein rustikales Püree oder Stampfkartoffeln vorab grob zu zerkleinern.
  • Handrührgerät: Perfekt, um dem klassischen Kartoffelpüree den letzten, luftig-cremigen Schliff zu verpassen.
  • Kartoffelpresse: Mein absolutes Must-have für feine Teige wie Klöße, Knödel oder Gnocchi, da sie Klümpchen zuverlässig verhindert.

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Stressfrei kochen: Meine besten Expertinnen-Tipps

Damit dein Kochen reibungslos funktioniert, empfehle ich dir eine gute Vorbereitung (das sogenannte Mise en Place):

Überlege dir genau, was du kochen willst, und lies das Rezept vorab gründlich bis zum Ende durch – inklusive der Zubereitungsschritte. Oftmals verstecken sich weitere Zutaten im Text, und es ist ärgerlich, wenn man das erst mitten im Kochen bemerkt. In der Kartoffelwerkstatt achte ich deshalb penibel darauf, alle benötigten Zutaten vollständig in der Zutatenliste aufzuführen.

Stelle dir vor dem Kochen alle Zutaten bereit und wiege sie exakt ab. Das erspart dir Stress, Zeit und Chaos am Herd. Bereite auch alle Gerätschaften vor. Wenn du ein Gerät länger nicht benutzt hast, schalte es kurz vorher einmal testweise ein. Während des Kochens hast du keine Zeit, nach fehlenden Teilen zu suchen oder die Bedienungsanleitung zu studieren.

Mein Tpp am Herd: Ich habe immer einen Krug mit kaltem Wasser direkt neben meinen Kochutensilien stehen. Falls etwas anzubrennen droht oder im Topf Wasser fehlt, kann ich sofort nachgießen. Auch wenn der Topf beim Kartoffelkochen mal überzukochen droht, hilft ein kleiner Schluck kaltes Wasser sofort, die Situation zu beruhigen!

Und wenn mal etwas nicht gleich auf Anhieb klappt: Bewahre die Ruhe und versuche es einfach noch einmal. Selbst bei uns Profis geht in der Küche hin und wieder etwas schief!

6. Häufige Fragen aus der Kartoffelküche (FAQ)

Warum verfärben sich Kartoffeln nach dem Schälen braun?

Die rohe, geöffnete Kartoffel enthält ein Enzym, das bei Kontakt mit Sauerstoff reagiert und die Knolle unansehnlich braun färbt. Nach dem Schälen solltest du die Kartoffeln daher sofort vollständig mit kaltem Wasser bedecken, wenn du sie nicht gleich weiterverarbeitest. Um den hohen Vitamin-C-Gehalt bestmöglich zu schützen, empfehle ich dir jedoch, rohe Kartoffeln immer erst unmittelbar vor dem Kochen oder der geplanten Verarbeitung zu schälen.

Kann man Kartoffeln einfrieren?

Rohe Kartoffeln gehören niemals in den Tiefkühler! Bei den eisigen Temperaturen wandelt sich die Stärke sofort in Zucker um, und die Kartoffel schmeckt nach dem Auftauen unangenehm süß und verliert völlig ihre Struktur – absolut kein Genuss! Übrig gebliebene, bereits gekochte Kartoffeln kannst du zwar theoretisch in größeren Stücken einfrieren, allerdings leiden Geschmack und Konsistenz auch hier stark darunter.

Ich persönlich hebe meine gekochten Kartoffelreste am liebsten in Vakuumboxen im Kühlschrank auf. Durch den Entzug des Sauerstoffs bleiben sie meiner Erfahrung nach einige Tage länger frisch. Ich habe so schon Reste bis zu 10 Tage aufbewahrt, die noch einwandfrei genießbar waren. Dennoch versuche ich, die Lagerzeiten im Alltag kurz zu halten und die Reste zeitnah zu verwerten.


In meinen Blog, in jeden meiner Beiträge und in die regelmäßige Pflege stecke ich sehr viel Zeit und Herzblut. Wenn dir meine Tipps weitergeholfen haben, würde ich mich über einen Kommentar oder ein Like von dir riesig freuen! Folge mir auch gerne auf meinen Social-Media-Kanälen, um keine neuen Rezepte zu verpassen.

Vielen Dank fürs Lesen und viel Spaß in der Küche!

Eure Dani

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