Kartoffelwaffeln sind für mich so viel mehr als nur ein Rezept – sie sind eine Reise zurück in meine Kindheit. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ein bestimmter Duft plötzlich Erinnerungen weckt, die man längst vergessen glaubte? Genau so geht es mir, wenn ich Kartoffelwaffeln backe.
Ich sehe sofort die Küche meiner Oma vor mir. Da stand dieser alte Herd, den sie immer wieder angeheizt hat. Es war nie hektisch, alles hatte seine Ruhe. In einer Ecke stand ein Stuhl, auf dem es immer wohlig warm war – mein Lieblingsplatz. Während ich dort saß, hat Omi schnell einen heißen Kakao aufgesetzt und nebenbei eine Waffel gebacken. Und irgendwie… waren in diesen Momenten einfach alle Sorgen verschwunden. Wie sehr ich das manchmal vermisse.
Heute versuche ich mir genau diese kleinen Augenblicke zurückzuholen. Dann stehe ich in meiner eigenen Küche, backe Kartoffelwaffeln – und für einen kurzen Moment fühlt es sich wieder genauso an wie früher.
Die gemeinsame Zeit mit meiner Oma habe ich immer geliebt. Sie hat so viel gekocht und gebacken, und am Wochenende gab es fast immer Kuchen. Meistens mit extra vielen Streuseln – so, wie ich es mochte. Mein absoluter Favorit war ihr Birnen-Streuselkuchen. In ihrem großen Garten standen zwei Birnbäume, und eine Sorte war ganz klar „für den Kuchen bestimmt“. Damals habe ich das nicht verstanden – Birne war für mich einfach Birne. Heute weiß ich: Jede Sorte hat ihren eigenen Geschmack, ihre eigene Konsistenz und ihren ganz eigenen Zweck.
Und genau so ist es auch mit Kartoffeln. Nicht jede eignet sich automatisch für perfekte Kartoffelwaffeln. Am besten greift ihr zu vorwiegend festkochenden oder mehligkochenden Sorten. Eine festkochende Kartoffel wäre hier eher ungeeignet, weil der Teig zu fest und klebrig wird – und sich dadurch schwer verarbeiten lässt.
Manchmal sind es genau diese kleinen Details, die am Ende den Unterschied machen – so wie damals bei meiner Oma.
Waffeln aus Mehl vs. Waffeln aus Kartoffeln
Klassische Waffeln bestehen meist aus Mehl, Zucker und Butter – sie sind fluffig und eher süß. Kartoffelwaffeln dagegen sind eine herzhafte Alternative:
- sättigender durch Kartoffeln
- außen besonders knusprig
- vielseitig kombinierbar (süß & herzhaft!)
- ideal zur Resteverwertung
Gerade wenn noch gekochte Kartoffeln vom Vortag übrig sind, entsteht daraus im Handumdrehen ein neues Lieblingsgericht.

Inhaltsverzeichnis
- Waffeln aus Mehl vs. Waffeln aus Kartoffeln
- Zutaten für Oma’s Waffel
- Außerdem
- Zubereitung
- Servieren
- Rezept Download
- Tipps & Variationen
- Weitere Waffelrezepte aus der Kartoffelwerkstatt
Zutaten für Oma’s Waffel
- 400 g Kartoffeln, mehlig kochend
- 100 g Zucker
- 2 El Butter
- 200 ml Milch
- 2 Eier
- 2 TL Backpulver
- 120 g Mehl
- Prise Salz
- etwas Fett für das Waffeleisen
Außerdem
- Waffeleisen

Zubereitung
Die Kartoffeln abkochen und auskühlen lassen. Die Schale abziehen und die Kartoffeln fein reiben.
Butter in einem Topf schmelzen lassen.
Kartoffeln, Zucker, Butter, Milch und Eier mischen und und mit einer Prise Salz würzen.
Das Backpulver und das Mehl mischen und unter den Teig rühren. Ein Waffeleisen erhitzen, fetten und aus dem Teig nacheinander etwa 6-8 Waffeln backen.
Nach dem Backen die noch heißen Waffeln mit Puderzucker bestreuen und schwupps weg sind sie …..

Wenn Sie noch ganz heiß sind schmecken sie mit Puderzucker einfach lecker. Aber natürlich passt auch ein feiner Apfelmus oder heiße Kirschen dazu. Oben auf noch eine Kugel Eis der Seelenfrieden ist perfekt.
Servieren
Am liebsten serviere ich Kartoffelwaffeln ganz frisch aus dem Waffeleisen – noch warm, leicht knusprig und duftend.
Dazu passen besonders gut:
- Kräuterquark oder Frischkäse
- Räucherlachs oder Schinken
- Apfelmus für eine süß-herzhafte Variante
- ein knackiger Salat als Beilage
Perfekt für ein schnelles Mittagessen oder ein gemütliches Abendessen.
Rezept Download
Rezept KartoffelwaffelnTipps & Variationen
1. Extra knusprig:
Ein kleiner Schuss Mineralwasser im Teig macht die Waffeln luftiger und sorgt für eine bessere Kruste.
2. Würziger Twist:
Etwas geriebener Käse (z. B. Emmentaler oder Bergkäse) im Teig bringt noch mehr Geschmack.
3. Vegetarische Variante:
Einfach mit Kräuterquark, Ofengemüse oder Avocado servieren – sättigend und richtig lecker.
4. Meal Prep geeignet:
Die Waffeln lassen sich super vorbereiten und im Kühlschrank 2–3 Tage aufbewahren.
5. Aufbewahrung & Aufwärmen:
Im Toaster oder Backofen werden sie wieder richtig knusprig – fast wie frisch gebacken.
Weitere Waffelrezepte aus der Kartoffelwerkstatt
- Kartoffel-Mohn-Waffel mit Lemon Curd
- Kartoffel-Cheddar-Waffel
- Kartoffelwaffel mit Bohnenmelange
- Bärlauch Waffeln mit Radieschenquark
Kartoffelwaffeln sind für mich mehr als nur ein Rezept – sie sind ein Stück Kindheit, ein bisschen Geborgenheit und ein wunderbares Beispiel dafür, wie aus einfachen Zutaten etwas richtig Besonderes entstehen kann.
Ich liebe solche Gerichte, die ohne viel Aufwand glücklich machen – und genau das ist für mich echte Kartoffelküche.
Viel Spaß beim Nachbacken
Eure Dani
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[…] mir gibt es Kartoffelwaffeln. Eine meiner ersten Blogbeiträge war ebenfalls eine Kartoffelwaffel. Nun habe ich dieses Rezept überarbeitet und möchte es heute mit Euch teilen. Sicher wird jetzt […]
[…] Oma’s Kartoffelwaffeln […]
[…] diesen Snack habe ich das Rezept meiner Kartoffelwaffeln mit etwas Cheddar vermischt und ausgebacken. Dazu etwas Spinat in einer Pfanne mit Zwiebeln […]
Hallo,
wie ist das gemeint mit Kartoffeln abkochen und dann reiben? Man kann doch nur rohe Kartoffel reiben, so wie beim Reibekuchen. Gekochte Kartoffeln zerbröckeln doch beim reiben.
Hallo Luis. Gekochte Kartoffeln zerbröckeln nicht unbedingt. Festkochende Sorten lassen sich sehr gut zerreiben. Es geht darum kein kartoffelmus am Ende zu haben. Deswegen auch kein Einsatz einer Kartoffel Presse. Liebe Grüße Dani