Rosenkohlcurry – cremiger Genuss, der selbst Skeptiker überrascht
Rosenkohlcurry klingt für viele erst einmal nach einem gewagten Experiment. Doch genau dieses Gericht beweist, wie unglaublich aromatisch, cremig und alltagstauglich Rosenkohl sein kann – wenn man ihn richtig zubereitet.
Statt verkochter Mini-Kohlköpfe erwartet dich hier ein würziges, fein abgestimmtes Curry mit zartem Rosenkohl, cremigen Kartoffeln und einer wunderbar sämigen Soße. Ein wärmendes Wohlfühlgericht, das sättigt, ohne schwer zu sein – und das ganz ohne tierische Produkte.
Warum dieses Rosenkohlcurry garantiert nicht bitter wird, welche Kartoffeln besonders gut passen und wie du die perfekte Cremigkeit erreichst, zeige ich dir Schritt für Schritt in diesem Beitrag.
Inhaltsverzeichnis
- Rosenkohlcurry – cremiger Genuss, der selbst Skeptiker überrascht
- Warum viele keinen Rosenkohl mögen – und warum dieses Rosenkohlcurry anders ist
- Rosenkohl richtig zubereiten: 8 einfache Tipps für perfekten Geschmack
- Warum dieses Rosenkohlcurry garantiert gelingt
- Veganes Rosenkohlcurry mit Kartoffeln – einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Häufige Fragen zum Rosenkohlcurry
- Weitere Rezepte auf meinem Blog
- Rezept Download

Warum viele keinen Rosenkohl mögen – und warum dieses Rosenkohlcurry anders ist
Rosenkohl hat nicht den besten Ruf. Viele erinnern sich an verkochte, stark riechende Mini-Kohlköpfe, die eher bitter als aromatisch geschmeckt haben. Kein Wunder also, dass er bei manchen Familienmitgliedern direkt auf der „Mag ich nicht“-Liste landet.
Rosenkohl war für mich lange ein kleines Kindheitstrauma. Ich wurde früher regelrecht dazu gezwungen, ihn zu essen – egal wie er geschmeckt hat. Und wenn ich ehrlich bin: Oft war er einfach nicht gut gemacht. Zu weich, zu intensiv im Geruch, zu bitter.
Noch schlimmer ist für mich bis heute nur Lauch oder Porree – da reicht manchmal schon der Geruch.
Irgendwann habe ich gemerkt: Vielleicht liegt es gar nicht am Gemüse selbst, sondern an der Art der Zubereitung. Also habe ich mich dem Rosenkohl noch einmal neu gestellt – mit anderen Gewürzen, mit Röstaromen, mit mehr Gefühl fürs Garen.
Und heute?
Heute esse ich Rosenkohl richtig gern. Nicht überall. Aber in diesem Rosenkohlcurry auf jeden Fall.
Der Grund für den bitteren Geschmack liegt meist nicht im Gemüse selbst, sondern in der Zubereitung. Wird Rosenkohl zu lange gekocht, entwickeln sich intensive Kohl-Aromen, die schnell dominieren. Auch fehlende Gewürze oder zu wenig Röstaromen können den Geschmack flach wirken lassen.
In diesem Rosenkohlcurry passiert genau das Gegenteil:
Der Rosenkohl wird schonend gegart, bekommt durch Gewürze und Röstaromen Tiefe und verbindet sich mit der cremigen Currysoße zu einem harmonischen Gesamtgericht. Die leichte Bitternote bleibt angenehm im Hintergrund und sorgt sogar für eine spannende geschmackliche Balance.
Viele, die sonst keinen Rosenkohl mögen, sind bei diesem Curry überrascht, wie gut er plötzlich schmeckt.
Denn hier zeigt er sich von seiner besten Seite: aromatisch, ausgewogen und wunderbar eingebunden in eine cremige Currysoße.

Rosenkohl richtig zubereiten: 8 einfache Tipps für perfekten Geschmack
Rosenkohl kann unglaublich aromatisch schmecken – vorausgesetzt, er wird richtig vorbereitet und gegart. Mit diesen einfachen Küchentipps gelingt Rosenkohl garantiert ohne Bitterstoffe und mit besonders feinem Aroma.
1. Frischen Rosenkohl erkennen
Achte auf feste, geschlossene Röschen mit sattgrünen Blättern. Gelbliche oder aufgeplatzte Köpfe schmecken oft intensiver und leicht bitter.
2. Strunk richtig vorbereiten
Den unteren Strunk nur dünn abschneiden. Große Röschen kannst du kreuzweise einschneiden – so garen sie gleichmäßig.
3. Äußere Blätter entfernen
Lose oder beschädigte Blätter unbedingt abziehen. Sie werden beim Garen schnell weich und verstärken den Kohlgeschmack.
4. Bitterstoffe reduzieren
Ein kleiner Trick: Rosenkohl halbieren oder kurz anrösten statt lange kochen. Röstaromen nehmen die typische Bitterkeit deutlich zurück.
5. Nicht zu lange kochen
Zu langes Kochen ist der häufigste Fehler. Rosenkohl sollte bissfest bleiben – so schmeckt er milder und behält seine Farbe.
6. Rösten statt nur garen
In Pfanne, Ofen oder Airfryer entwickelt Rosenkohl ein leicht nussiges Aroma. Genau das macht ihn perfekt für ein aromatisches Rosenkohlcurry.
7. Die richtigen Gewürze verwenden
Gewürze wie Curry, Kreuzkümmel, Knoblauch oder Muskat harmonieren besonders gut mit Rosenkohl und machen ihn deutlich bekömmlicher.
8. Cremige Komponenten kombinieren
Kokosmilch, Sahnealternativen oder Kartoffeln gleichen die leichte Bitternote aus und sorgen für ein rundes Geschmackserlebnis – wie in diesem Rosenkohlcurry.
Durch die richtige Zubereitung kannst du den einzigartigen Geschmack und die Textur des Rosenkohls optimal zur Geltung bringen und vielleicht sogar diejenigen überzeugen, die das Gemüse bisher nicht mochten.
Vielleicht gehörst du ja auch zu denen, die Rosenkohl bisher eher skeptisch gegenüberstanden. Mit der richtigen Vorbereitung verändert sich der Geschmack jedoch komplett.
Genau deshalb liebe ich dieses Rosenkohlcurry so sehr – denn hier zeigt sich Rosenkohl von seiner besten Seite. Lass uns direkt mit der Zubereitung starten.
Warum dieses Rosenkohlcurry garantiert gelingt
Dieses Rosenkohlcurry ist ein unkompliziertes Wohlfühlgericht, das auch Rosenkohl-Skeptiker überzeugt und sich perfekt für den Alltag eignet.
- wird nicht bitter
- sättigend & alltagstauglich
- auch für Rosenkohl-Skeptiker geeignet
- einfach vorzubereiten
Veganes Rosenkohlcurry mit Kartoffeln – einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung
Nachdem der Rosenkohl richtig vorbereitet ist, geht es jetzt an die einfache Zubereitung dieses cremigen Rosenkohlcurrys mit Kartoffeln.
Zutaten Kartoffel-Rosenkohlcurry
- 500 g kleine Kartoffel, festkochend
- 500 g Rosenkohl
- 1 TL Fenchelsamen
- 1 TL Cumin / Kreuzkümmel
- 1/2 TL Kardamom
- 1 Prise Zimt
- 1 TL Koriander
- 1 TL Senfsamen
- 2 TL Kurkuma
- 2 Chilli
- 1 großes Stück Ingwer (2 Daumenbreite)
- 3 Knoblauchzehen
- 0,5 Liter Gemüsebrühe (optional Instantbrühe)
- 2 Lorbeerblätter
- 1 große rote Zwiebel
- Naturjoghurt (optional)
- etwas Öl zum Anbraten

Zubereitung
Die Gewürze Fenchelsamen, Cumin, Kardamom, Koriander und Senfsamen in einer Pfanne anrösten, bis es duftet. Zum Abkühlen in einen Mörser geben.
Die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Die Stücke sollten in etwas gleichgroß wie die Kartoffelröschen sein. Den Rosenkohl putzen und im Strunk ein Kreuz einritzen.
Den Ingwer schälen und kleinschneiden, das gleiche mit den Knoblauchzehen und der roten Zwiebel.
Wenn alles vorbereitet, ist etwas Öl in eine Kasserole geben und den Ingwer, die Knoblauchzehen, Zwiebel Rosenkohl und die Kartoffeln hineingeben und anbraten lassen und alles ca. 5 Minuten rösten.
Die Gewürze im Mörser mörsern und in die Kasserole geben und gut verrühren. Dann alles mit Gemüsebrühe ablöschen und den Kurkuma, Zimt und die Lorbeerblätter sowie die Chilli‘s hineingeben, die Hitze des Herde reduzieren und die Kasserole mit einem Deckel verschließen. Nun alles ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen.
Wenn die Zeit um ist das Curry probieren und nachwürzen. Die Lorbeerblätter herausnehmen. Sollte das Kartoffel-Rosenkohlcurry zu flüssig sein, dann mit etwas aufgelöster Stärke abbinden und kurz eindicken lassen.
Das Kartoffel-Rosenkohlcurry auf die Teller verteilen und einen Löffel Naturjoghurt on top geben. Auch ein paar Granatapfelkörner würden gut aussehen und dazu passen.
Anmerkungen zum Rezept
Das Rezept braucht etwas Vorbereitungszeit, aber es schmort dann alleine für ein paar Minuten im Topf bis es fertig ist. Wer will kann das Schmoren auch im Backofen machen. Hier würde ich ca. 100°C Ober-/Unterhitze einstellen und ca. 15-20 Minuten köcheln.
Ich habe es auf dem Herd gemacht und auf mittlere Hitzestufe es leicht köcheln lassen.
Häufige Fragen zum Rosenkohlcurry
Kann ich Rosenkohlcurry vorbereiten?
Ja, sehr gut sogar. Denn wie alle Schmorgerichte, gewinnt es geschmacklich an Tiefe wenn es durchzieht.
Kann man Rosenkohlcurry einfrieren?
Ich habe es ausprobiert und eine Portion eingefroren. Der Rosenkohl war etwas weicher aber geschmacklich war das Curry top.
Wird Rosenkohl im Curry bitter?
Nein, durch die richtige Vorbereitung und die Gewürze im Curry wird es er nicht bitter.
Kann ich TK-Rosenkohl verwenden?
Ja das ist möglich. TK Rosenkohl hat genauso ein hohes Geschmacks Potenzial wie frischer Rosenkohl. Und du sparst dir die Vorbereitungszeit.
Welche Kartoffeln eignen sich am besten?
Am Besten eignen sich Festkochende Kartoffeln. Da Sie fester in der Struktur sind und nicht auseinander fallen, besonders wenn du das Curry vorbereitest und wieder aufwärmst.
Weitere Rezepte auf meinem Blog
Wenn du Rosenkohl neu entdecken möchtest, probiere auch mein cremiges Kartoffel-Käse-Püree mit Ofenrosenkohl oder winterliches Ofengemüse mit Kartoffeln.
Und wenn Du auch auf Varianten mit Fleisch Lust hast, dann kann ich dir mein Brasato di Barolo mit Kartoffel-Sellerie-Stampf & Rosenkohlgemüse oder meine Schweinerouladen aus dem Ofen.




Rezept Download
Wie stehst du zu Rosenkohl – Team Lieblingsgemüse oder lange Zeit skeptisch?Vielleicht gibst du Rosenkohl mit diesem Curry ja auch eine zweite Chance?
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Cornelia von SilverTravellers mit Vegane Gemüsepfanne mit Erdnussbutter
Gabi von USA kulinarisch mit Banana Breakfast Smoothie
Martina von ninamanie mit Linsensalat mit Rote Bete, Trauben und (veganem) Feta
Britta von Backmaedchen 1967 mit Veganer Zitronen-Mohn Kuchen
Regina von bistroglobal mit Chili sin Carne
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Veganer Apple Crumble
Tina von Küchenmomente mit Veganer Apfelkuchen
Britta von Brittas Kochbuch mit Karamellisierter Rosenkohl mit Birnen
Simone von zimtkringel mit Zitrusmarmelade aus dem Instant Pot
Silke von Blackforestkitchen mit Veganer Lachs aus Karotten
Sylvia von Brotwein mit Kartoffelgulasch – Erdäpfelgulasch
Lasst es Euch schmecken!
Eure Dani

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Ein Gemüsecurry ist immer eine gute Idee. Jetzt im Winter die Rosenkohlvariante auch perfekt regional und saisonal.
Viele Grüße Sylvia
Hier mögen tatsächlich alle sehr gerne Rosenkohl. Das Gericht ist also genau nach unserem Geschmack.
Dein Curry ist genau richtig für diese Jahreszeit. Und da wir hier Rosenkohl alle Lieben probieren wird das Rezept demnächst aus. Viele Grüße Silke
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Ist direkt auf die Nachkochliste gewandert! Ich liebe Rosenkohl in allen Varianten und dein Curry hört sich einfach köstlich an.
Liebe Grüße
Tina
Ich mag Rosenkohl sehr gern, auch wenn sich daran bekanntlich die Geister scheiden. Eine neue Zubereitungsvariante ist daher hier immer sehr willkommen, wird demnächst ausprobiert!
Ich bin ja auch nicht so der Fan vom Rosenkohl, damit würde ich auf jeden Fall meinem Herzmenschen eine Freude machen. Lecker sieht es aus und probieren würde ich es auch.
LG Britta
Ich freue mich auch sehr über dein Rezept. Ich mag Rosenkohl gerne, bin damit aber auch allein hier im Haus. Der Rest der Familiy verweigert standhaft. Egal, mehr für mich!
Liebe Grüße
Simone
[…] Daniel von Kartoffelwerkstatt mit Kartoffel-Rosenkohlcurry […]
Hier auch #teamrosenkohl! Das kommt auf die Nachkochliste, die Gewürze klingen großartig…
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Liebe Daniela, ja, Rosenkohl mag ich nicht sehr gerne. Aber ich bin experimentierfreudig und werde einen erneuten Versuch mit deinem Rezept starten. Viele Grüße, Regina
Ich mochte schon als Kind Rosenkohl, auch ganz „klassisch“ blanchiert, dann in Butter geschwenkt und mit Salz, Pfeffer und Muskat angeschmeckt.
Inzwischen bereite ich ihn ebenfalls kreativer zu und auf Dein Rezept war ich besonders neugierig, als ich die Liste sah.
Das wird auf jeden Fall mal nachgekocht!
Liebe Grüße und schönen Sonntag
Britta
Also, ich persönlich liebe Rosenkohl! Insofern kommt dein Curry genau richtig! Danke für das schöne Rezept! Liebste Grüße von Martina
[…] Daniel von Kartoffelwerkstatt mit Kartoffel-Rosenkohlcurry […]