Bärlauch trocknen gehört für mich jedes Jahr zu den ersten Aufgaben, sobald die Saison beginnt – denn getrockneter Bärlauch fehlt in meinem Gewürzschrank einfach nie. Ich sammle jedes Jahr so viel, wie ich tragen kann, und dann geht das große Haltbarmachen los: Paste, Öl, Essig – und immer ein Glas getrockneter Bärlauch, der mich weit bis in den Sommer begleitet. Der Geschmack erinnert an eine feine Mischung aus Knoblauch, Zwiebel und Lauch und passt damit in so viele Gerichte – besonders in eine selbstgemachte Grillbutter, die im Sommer auf keinem Grill fehlen sollte. Von allen Konservierungsmethoden ist das Trocknen übrigens die allereinfachste.
Alles über Bärlauch – der Waldknoblauch
Du möchtest mehr über Bärlauch erfahren – von der sicheren Bestimmung im Wald bis zu Tipps rund ums Waschen und Verarbeiten? In meinem Ankerbeitrag Bärlauch – Der Waldknoblauch habe ich mein gesamtes Bärlauch-Wissen zusammengetragen, mit vielen Fotos direkt aus dem Wald.


Inhaltsverzeichnis
- Alles über Bärlauch – der Waldknoblauch
- Bärlauch trocknen – Schritt für Schritt
- Tipps zur Verwendung
- Weitere Bärlauch-Rezepte auf der Kartoffelwerkstatt
Bärlauch trocknen – Schritt für Schritt
Was du brauchst
- Ein dickes Bündel frische Bärlauchblätter
- Backblech
- Ofen
- Küchenmaschine oder Mörser
Zubereitung
- Die Bärlauchblätter gründlich waschen – mindestens zwei Waschgänge empfehle ich, im ersten Durchgang einen Esslöffel Natron ins Wasser geben und die Blätter mindestens 15 Minuten einweichen. Das löst Schmutz besser und entfernt mögliche Verunreinigungen.
- Den Bärlauch anschließend gut trockenschleudern.
- Die Blätter in einer einzigen Schicht auf einem Backblech verteilen.
- Im Ofen bei 60 °C mit leicht geöffneter Tür trocknen – dazu einfach einen Kochlöffel in die Tür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
- Wenn die Blätter vollständig getrocknet und knistertrocken sind, in einer Küchenmaschine oder mit einem Mörser grob zerkleinern.
- In einem luftdicht verschlossenen Glas kühl und dunkel aufbewahren.
Hinweis zur Haltbarkeit: Getrocknete Kräuter verlieren ihr Aroma mit der Zeit – Bärlauch getrocknet hält in den ersten Monaten nach der Saison am besten. Danach lässt das Aroma spürbar nach. Einfach jedes Jahr frisch ansetzen!
Tipps zur Verwendung
Getrockneter Bärlauch eignet sich besonders gut überall dort, wo die grüne Farbe unerwünscht ist oder frische Blätter nicht verfügbar sind:
- Bärlauch-Hollandaise: Die klassische Hollandaise bleibt schön gelb – getrockneter Bärlauch gibt nur die feine Knoblauchnote, ohne sie grün zu färben. Schau auch mal in mein Rezept für die Kartoffelbowl mit Bärlauch-Hollandaise!
- Grillbutter: Im Sommer einfach Butter mit getrocknetem Bärlauch, Salz und etwas Zitronenabrieb mischen – ein Knaller auf dem Grill.
- Gewürzmischungen: Lässt sich wunderbar mit Meersalz zu einem aromatischen Bärlauchsalz mischen.
- Salatdressings: Gibt einem einfachen Essig-Öl-Dressing eine frühlingshaft-würzige Note.
- Suppen & Eintöpfe: Als Würze zum Einrühren kurz vor dem Servieren.
Hast du noch weitere Verwendungsideen? Ich freue mich sehr über deine Kommentare!
Weitere Bärlauch-Rezepte auf der Kartoffelwerkstatt
Den frischen Bärlauch kannst du auf noch viele andere Arten haltbar machen oder direkt verarbeiten:
- Bärlauchessig selbst ansetzen
- Bärlauchpesto
- Bärlauchpaste – 3 Varianten
- Bärlauchsalz
- Bärlauchöl
- Spargel & Kartoffel mit klassischer Sauce Hollandaise
Dein Feedback zählt!
Hast du Bärlauch schon mal selbst getrocknet oder eine kreative Verwendungsidee für getrockneten Bärlauch? Schreib es mir gerne in die Kommentare – ich bin gespannt! Und wenn du keine neuen Beiträge verpassen möchtest, abonniere gerne den Kartoffelwerkstatt-Newsletter.
Eine schöne Bärlauchsaison wünscht euch –
Eure Dani 🌿

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