Bärlauchessig selber machen – einfaches Rezept mit 3 Zutaten

bärlauchessig

Bärlauchessig selber machen gehört bei mir jedes Jahr fest zum Frühlingsprogramm – genauso wie der erste Ausflug in die Wälder des Markgräflerlands, wo der Bärlauch in riesigen Teppichen wächst. Ich schnappe mir dann mein Fahrrad, fahre los und komme mit einer Tüte voller frischer Blätter zurück. Zu Hause setze ich neben Bärlauchpaste und Bärlauchöl immer auch einen Bärlauchessig an – denn er lässt sich blitzschnell vorbereiten und hält mich mit dem Frühlings-Knoblauch-Aroma weit über die Saison hinaus.

Alles über Bärlauch – der Waldknoblauch

Du möchtest mehr über Bärlauch erfahren – wo er wächst, wie man ihn sicher erkennt und was man beim Waschen beachten muss? In meinem Beitrag Bärlauch – Der Waldknoblauch habe ich alles Wissenswerte zusammengetragen und verlinke dort auf alle meine Bärlauch-Rezepte.

Inhaltsverzeichnis

Das Rezept: Bärlauchessig ansetzen

Zutaten

  • 15 Bärlauchblätter
  • 1,5 l Weißweinessig
  • 2 EL Honig

Zubereitung

  1. Den Honig in einem Glas mit etwas heißem Wasser auflösen.
  2. Den aufgelösten Honig mit dem Weißweinessig auffüllen und die Mischung vollständig abkühlen lassen.
  3. Die gewaschenen Bärlauchblätter in das Glas geben und das Glas luftdicht verschließen.
  4. Ca. 2–3 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort stehen lassen und das Glas täglich einmal schütteln.
  5. Wenn der Essig den Geschmack vollständig aus den Blättern gezogen hat, werden sie grau – dann können sie herausgenommen werden.
  6. Den fertigen Bärlauchessig durch einen feinen Filter in saubere Flaschen abfüllen.

Wichtiger Hinweis zum Waschen von Wildbärlauch: Frischen Bärlauch aus dem Wald immer in mindestens zwei Durchgängen gründlich waschen und anschließend schleudern. Im ersten Waschgang empfehle ich, einen Esslöffel Natron ins Wasser zu geben und den Bärlauch mindestens 15 Minuten darin einweichen zu lassen. Das Natron löst Schmutz effektiver und hilft dabei, mögliche Fuchsbandwurm-Eier zu entfernen. Wer Bärlauch im eigenen Garten anbaut, kann sich diesen Schritt sparen.

Tipps zur Verwendung

Bärlauchessig ist vielseitiger als man denkt – hier meine liebsten Einsatzmöglichkeiten:

  • Bärlauch-Hollandaise: Statt Estragonessig den Bärlauchessig verwenden – das ergibt eine samtige Hollandaise mit leichtem Knoblauchgeschmack, die wunderbar zu Kartoffeln und Gemüse passt.
  • Vinaigrette: Einen Teil des Essigs in einem klassischen Salatdressing ersetzen – besonders lecker zu Wildkräutersalaten.
  • Marinaden: Gibt Fleisch- und Gemüsemarinaden eine frühlingshaft-würzige Note.
  • Dips & Saucen: Einen Spritzer in Joghurt- oder Quarkdips für ein feines Knoblauch-Aroma.

Weitere Bärlauch-Rezepte auf der Kartoffelwerkstatt

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Euer Dani

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