Kennt ihr das auch? Der Winter steht vor der Tür und im Garten wird es langsam kahl, aber ein paar treue Kräuter trotzen der Kälte. Für mich ist das genau die richtige Ausrede, um ein wunderbar wärmendes, einfaches Kartoffel-Blumenkohl-Curry zu kochen und dabei die letzten frischen Schätze zu verwerten. Bei mir im Beet steht aktuell nämlich neben dem robusten Rosmarin vor allem mein absolut wild wucherndes Currykraut. Letzteres wächst hier fast schon wie Unkraut – nach jedem Rückschnitt kommt es gefühlt noch kräftiger zurück!
Lange Zeit wusste ich ehrlich gesagt gar nicht so recht, was ich mit dem intensiven Currykraut in der Küche anstellen soll. Nach ein paar Experimenten habe ich aber den perfekten Trick gefunden: Ich schneide es nicht klein, sondern gebe ganze Zweige mit in meine Eintöpfe und Currys. So kocht das Aroma herrlich aus, und vor dem Servieren fischt man die Zweige einfach wieder heraus. In meinem heutigen, cremigen Gericht mit Kokosmilch sorgt das Kraut für eine ganz feine, tiefwürzige Note, die von einer klassischen Currymischung perfekt unterstützt wird. Ein echtes Wohlfühlessen für kalte Tage!
Inhaltsverzeichnis
- Was bedeutet „Curry“ eigentlich? (Und warum mein Currykraut perfekt dazu passt)
- Vom Garten auf den Teller: So gelingt das perfekte Wohlfühlgericht
- Rezept Kartoffel-Blumenkohl-Curry
- Rezept Download
- Noch mehr Lust auf wärmende Curry-Gerichte?
Was bedeutet „Curry“ eigentlich? (Und warum mein Currykraut perfekt dazu passt)
Wenn wir hierzulande an Curry denken, haben wir meistens das klassische, gelbe Pulver aus dem Gewürzregal im Kopf. Spannenderweise ist „Curry“ in Indien aber gar kein einzelnes Gewürz, sondern leitet sich vom tamilischen Wort kari ab, was schlicht „Sauce“ oder „Eintopfgericht“ bedeutet. Das typische Currypulver ist eine Erfindung der britischen Kolonialzeit, um den Geschmack dieser komplexen, indischen Eintöpfe unkompliziert nach Europa zu bringen. Es besteht fast immer aus einer Mischung von Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer und natürlich Kurkuma, das für die wunderschöne gelbe Farbe sorgt.
Und wo ordnet sich das Currykraut ein? Botanisch gesehen hat das Currykraut (Helichrysum italicum) überhaupt nichts mit der indischen Küche oder dem klassischen Gewürzpulver zu tun – es stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Aber weil seine Blätter beim Reiben oder Kochen so verblüffend intensiv nach dieser typisch asiatischen Gewürzmischung duften, hat es seinen Namen wegbekommen. In unserem Kartoffel-Blumenkohl-Curry bringen wir also das Beste aus zwei Welten zusammen: Die tiefe Wärme einer klassischen Gewürzmischung und die frische, mediterrane Kräuternote aus dem eigenen Garten!



Vom Garten auf den Teller: So gelingt das perfekte Wohlfühlgericht
Jetzt, wo das kulinarische Hintergrundwissen sitzt, wird es Zeit, die Kochlöffel zu schwingen! Das Schöne an diesem Gericht ist, dass es ohne komplizierte Zutaten auskommt und in weniger als 30 Minuten dampfend auf dem Tisch steht. Damit das Blumenkohl-Kartoffel-Curry mit Kokosmilch herrlich cremig wird und die Kartoffeln genau die richtige Konsistenz bekommen, zeige ich euch jetzt Schritt für Schritt, wie einfach die Zubereitung ist. Schnappt euch ein Schneidebrett, und los geht’s!

Rezept Kartoffel-Blumenkohl-Curry

Einfaches Kartoffel-Blumenkohl-Curry – cremig, vegan & aromatisch
Zutaten
- 600 g Kartoffeln festkochen
- 1/2 Blumenkohl
- 1 Stück Ingwer daumengroß
- 2 Stück Knoblauch
- 1 Dose Kokosmilch
- 400 g gewürfelte Tomaten
- ca. 200 g Ananasstücke
- 6 Frühlingszwiebeln
- 250 g Blattspinat
- 1 frische Chilischote
- 2 große Zweige Currykraut
- Kurkuma Currypulver
- 1 EL Sesam
- Öl
- Salz & Pfeffer
Anleitungen
- Die Kartoffeln schälen und halbieren. In einem Topf mit Salzwasser bissfest kochen. Wenn Sie fast gar sind, abschütten und auf die Seite stellen.
- Den Blumenkohl putzen, waschen und in kleine Röschen schneiden. Anschließend in einer Pfanne leicht anrösten. Herausnehmen und auf die Seite stellen. Nun den Sesam in der Pfanne ebenfalls kurz anrösten. Auf einen Teller mit Küchenpapier geben und auskühlen lassen.
- Den Knoblauch schälen, die Frühlingszwiebeln putzen und kleinschneiden, den Ingwer gut abwaschen und mit Schale zusammen mit dem Knoblauch in kleine Würfel schneiden und in einem Topf mit etwas Öl anschwitzen. Die Chilischote klein geschnitten hinzugeben, kurz umrühren. Nun folgen alle weiteren Zutaten in den Topf.
- Die gewürfelten Tomaten, Kokosmilch, Ananasstücke mit etwas Saft, die Kartoffeln, der Blumenkohl und zum Schluss die Zweige Currykraut. Den Deckeln auf den Topf geben und einmal aufkochen lassen. Einen Teelöffel Kurkuma und Currypulver hineingeben und umrühren. Wenn es kocht, die Hitze reduzieren und mit den Gewürzen abschmecken. Das Currykraut entfernen.
- Zum Schluss den gewaschenen Spinat hineingeben und wenn er zusammengefallen ist, einmal umrühren. Alles in einer Schüssel anrichten und den gerösteten Sesam drüberstreuen.
- In der Schärfe kann nach Bedarf variiert werden. Für mich persönlich war die ganze Chilischote schon scharf genug, deswegen würze ich damit eher vorsichtig.
- Das Kartoffel – Blumenkohl-Curry habe ich mit einer Schale Joghurt auf den Tisch gestellt. Dafür den Joghurt mit etwas Zitronensaft und Salz und Pfeffer abschmecken.
Rezept Download
Rezept Einfaches Kartoffel-Blumenkohl-CurryNoch mehr Lust auf wärmende Curry-Gerichte?
Wenn euch die Kombination aus cremigem Gemüse und Kartoffeln genauso gut schmeckt wie mir, dann müsst ihr unbedingt noch zwei meiner absoluten Lieblingsrezepte für die kalte Jahreszeit ausprobieren:
- Für Rosenkohl-Fans: Wenn im Winter der Blumenkohl Pause macht, solltet ihr unbedingt mein herbstlich-wärmendes Kartoffel-Rosenkohlcurry (vegan) nachkochen. Die Kombination aus den feinen Röschen und cremigen Kartoffeln ist ein echtes Highlight!
- Das ultimative Winter-Soulfood: Sucht ihr nach einem Gericht, das so richtig von innen wärmt, wenn es draußen ungemütlich wird? Dann hüpft rüber zu meinem Wintercurry – mein veganes Soulfood. Perfekt für gemütliche Abende auf dem Sofa!

Das Rezept zeigt mal wieder: Es braucht kein langes Kochstudium oder exotische Zutaten, um echtes Comfort Food auf den Teller zu zaubern. Das Zusammenspiel aus den sättigenden Kartoffeln, dem leicht nussig angerösteten Blumenkohl und der feinen Note meines wilden Currykrauts macht diese Pfanne zu einem meiner absoluten Favoriten im Winter.
Das Kartoffel-Blumenkohl-Curry schmeckt übrigens am nächsten Tag aufgewärmt fast noch besser, wenn alles so richtig schön durchgezogen ist!
Jetzt seid ihr dran: Habt ihr auch schon mal mit Currykraut gekocht oder wächst es vielleicht sogar in eurem Garten? Und welche Kartoffelsorte nehmt ihr am liebsten für eure Currys? Schreibt es mir unbedingt unten in die Kommentare – ich freue mich auf euer Feedback!
Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen,
Eure Dani
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