Einen Rinderfond selbst herzustellen ist einfach. In meiner Anleitung zeige ich dir die einzelnen Schritte und gebe dir meine Tipps. Das Rezept zum downloaden stelle ich dir zur Verfügung! So hast du immer genügend Vorrat in deiner Küche.
Inhaltsverzeichnis
- Die Kartoffelwerkstatt-Trilogie: Welcher Fond für welches Gericht?
- Rinderfond selber machen – meine Tipps!
- Rezept Download
Die Kartoffelwerkstatt-Trilogie: Welcher Fond für welches Gericht?
Ein selbstgemachter Fond ist das handwerkliche Fundament einer guten Küche – und der Schlüssel für Saucen, die im Gedächtnis bleiben. Mit diesem Rezept für kräftigen Rinderfond ist unsere dreiteilige Basis-Serie nun komplett. Je nachdem, welches Gericht du planst, steht dir jetzt für jede Gelegenheit die passende, ehrliche Grundlage zur Verfügung:
- Gemüsebrühe selber machen: Der Allrounder. Mild, vielseitig und die perfekte, leichte Basis für feine vegetarische Gerichte, cremige Kartoffelsuppen oder ein klassisches Risotto.
- Geflügelfond selbstgemacht: Die goldgelbe Mitte. Mit feinen Röstaromen, aber dennoch elegant – ideal für hellere Saucen, herbstliche Eintöpfe oder samtiges Kartoffelpüree.
- Rinderfond selbstgemacht: Das Kraftpaket. Tief, dunkel und intensiv. Unverzichtbar für dunkle Bratensaucen, kräftige Schmorgerichte oder als gehaltvolle Basis für herrlich deftige Beilagen.
- Kartoffelfond selbstgemacht: Das Kartoffelwerkstatt-Spezial. Die oft unterschätzte Geheimwaffe voller natürlicher Stärke. Perfekt, um vegetarische Saucen sämig zu binden, Suppen Tiefe zu verleihen oder um feine Kartoffelgerichte im eigenen Geschmack zu vollenden.
Egal, ob du Suppen ansetzt, Saucen reduzierst oder deine Beilagen mit maximalem Geschmack kochen möchtest: Wer einmal den Unterschied zu gekauften Würfeln geschmeckt hat, stellt sich das Glas immer wieder gerne auf Vorrat in den Keller.
Rinderfond selber machen – meine Tipps!
In vielen meiner Rezepte verwende ich Rinderfond (oder eine kräftige Rinderbrühe), damit die Gerichte geschmacklich einfach mehr Tiefgang und Kraft bekommen. Das Tolle daran: Ich lasse den Fond einfach an Tagen, an denen ich sowieso in der Küche stehe, in einem großen Topf nebenher mitkochen. So habe ich ihn die ganze Zeit im Blick und kann ihn immer wieder ganz entspannt abschäumen.
Damit dir das perfekte Fundament gelingt, habe ich hier meine drei wichtigsten Praxistipps für dich:
1. Die richtige Vorratsgröße wählen
Wenn der Rinderfond fertig ist, fülle ich ihn heiß in Gläser oder Flaschen ab und koche ihn ein – so habe ich immer einen ehrlichen Vorrat griffbereit zu Hause. Mein Tipp: Nutze Gläser mit ca. 500 ml Fassungsvermögen. Das ist im Durchschnitt genau die Menge, die man für Saucen oder Suppen benötigt. Ich stelle mir diese Gläsergröße immer schon bereit, bevor ich überhaupt den Herd einschalte.
2. So bleibt der Fond wunderbar klar
Beim Kochen des Fonds ist es extrem wichtig, dass er zu keinem Zeitpunkt sprudelnd kocht, sondern immer nur ganz leicht simmert. Kocht er zu stark, wirbeln Fett und Eiweiß durcheinander und der Fond wird trüb.
Mein Rettungs-Tipp, falls es doch mal passiert ist: Du kannst den Fond ganz einfach klären. Trenne dafür ein paar Eier und gib das flüssige Eiweiß in die warme Brühe. Beim Erhitzen stockt das Eiweiß, steigt nach oben und nimmt wie ein Magnet die ganzen Trübstoffe mit. Wenn du das gestockte Eiweiß dann abschöpfst, hast du wieder eine klare Brühe.
3. Meal Prep: Nebenher Fleischsalat zaubern
Ich lasse das Suppenfleisch nicht bis ganz zum Schluss im Topf, da es sonst komplett auslaugt und trocken wird. Stattdessen nehme ich mir ein schönes Stück schon etwas früher heraus, lasse es abkühlen und bereite daraus einen herrlich frischen Rindfleischsalat zu. So hast du parallel zum Fond direkt ein wunderbares Abendessen gezaubert!


Rinderfond selbstgemacht: Die kräftige Basis für Saucen & Kartoffelgerichte
Kochutensilien
- 1 Großer Topf
- Twist off Flaschen/Gläser
Zutaten
- 1,2 kg Rinderknochen
- 2 kg Querrippe oder Rinderbrust
- 2-3 Stück Karotten
- 1 kleine Stange Lauch
- ca. 100 g Petersilienwurzel
- 120 g Sellerie
- 1 große Zwiebel
- Gemüsebouquet aus 1 Stängel Liebstöckel 5 Stängel Thymian, 5 Stängel Petersilie,
- 2 EL Salz
Anleitungen
- Einen großen Topf mit Wasser füllen und zum Kochen bringen. Die Rippenknochen hineingeben und kurz blanchieren. Die Knochen herausnehmen, in ein Sieb geben und mit Wasser abbrausen. Die Knochen mit der Rinderbrust in einen frischen Topf wieder hineingeben und mit Wasser bedecken.
- Das Salz in das Wasser hineingeben und den Topf langsam zum Kochen bringen. Es ist absolut wichtig: Das der Fond nicht stark sprudelnd kocht. Zu keinem Zeitpunkt!!
- Das ganze circa eine Stunde köcheln lassen und dabei den Schaum, der sich oben absetzt, immer wieder abschöpfen.
- Die Zwiebel in große, dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne braun anrösten. Anschließend die Zwiebeln, das Gemüse und das Bouquet in den Fond geben und weitere 2 Stunden leise köcheln lassen.
- Den Fond durch ein feinmaschiges Sieb in einen anderen Topf passieren. Gut abkühlen lassen und die Fettschicht, die sich oben absetzt, abnehmen vor dem nächsten Erwärmen. Das Abnehmen der Fettschicht lässt sich ganz einfach mit einem Stück Küchenpapier durchführen. Dafür das Blatt auf die obere Schicht geben und das Fett aufsaugen lassen. Zwei bis Dreimal durchführen.
- Wenn der Fond trüb ist, dann 2-3 Eier trennen und das Eiweiß anschlagen. Dann in den Fond geben und warten bis das Eiweiß aufsteigt. Dabei bindet es die Trübstoffe und nimmt sie beim Aufstieg mit nach oben. Das Eiweiß abschöpfen und nochmals durch ein feines Sieb geben.
- Der Rinderfond kann nach dem Abkühlen portionsweise eingefroren oder im Kühlschrank circa 1 Woche aufbewahrt werden. Oder ihr kocht es in passende Gläser ein, dafür den Rinderfond in sterilisierte Gläser umfüllen und in einem großen Einkochtopf 90 Minuten bei 100°C einkochen lassen.





Rezept Download
Rezept RinderfondJetzt bist du dran: Bring Kraft in deine Küche!
Wie du siehst, ist ein kräftiger Rinderfond kein Hexenwerk, sondern ehrliches Küchen-Handwerk, das sich fast von alleine kocht. Wenn du einmal den Unterschied zu gekauften Brühwürfeln geschmeckt hast, wirst du garantiert immer ein paar Gläser im Vorratsschrank haben wollen.
Hast du das Rezept ausprobiert oder hast du vielleicht noch einen geheimen Zutaten-Tipp für den perfekten Fond? Schreib es mir unbedingt unten in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch mit dir!
Vergiss auch nicht, einen Blick auf unsere anderen Kartoffelwerkstatt-Fundamente wie den Geflügelfond oder das Kartoffelwerkstatt-Spezial, unseren Kartoffelfond, zu werfen.
Gutes Gelingen in deiner Küche!
Eure Dani
Dein zukünftiges Ich wird dir für dieses Abo danken.
Entdecke mehr von Kartoffelwerkstatt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

[…] ml Rinderfond / Gemüsebrühe / […]
[…] diesen Eintopf bin ich wieder an meine Vorräte gegangen. Besonders Gemüse– und Rinderbrühe brauche ich im Winter sehr viel. Aber jeder Eintopf und jede Suppe schmeckt einfach viel intensiver […]
[…] 1 Liter Rinderfond […]
[…] 500 ml Rinderfond […]
[…] ich oft einen großen Topf mit auf dem Herd und koche einen Fond/Brühe auf Vorrat. Auch einen Rinderfond und einen Geflügelfond findet Ihr bereits in meinem Rezepte Archiv. Wer keinen Keller hat sollte […]
[…] ihr nun einen Rinderfond und einen Gemüsefond bereits in meinen Rezepten findet, möchte ich nun noch einen hellen […]
[…] auf Vorrat und bediene mich dann immer aus meinen Vorräten. Ich verwende am meisten jedoch die Rinderkraftbrühe, da sie geschmacklich natürlich die Gemüsebrühe schlägt. Alle Grundrezepte findets du ebenfalls […]
[…] 1 Liter Rinderfond […]
[…] 650 ml Rinderfond […]
[…] ml Rinderfond oder […]
[…] 1 Liter RinderfondRINDERFOND -SELBSTGEMACHT […]
[…] 500 ml Rinderfond […]
[…] 1l Rinderfond […]
[…] Vermieterin – eine ältere Dame – die immer wenn ich krank war, für mich eine feine Rinderbrühe kochte. Irgendwann stand Sie dann mal mit einem Kartoffelsalat vor meiner Tür. Zuerst war ich […]
[…] 500 ml Rinderfond […]
[…] 500 ml Rinderfond […]
[…] ml Rinderfond* oder […]
[…] 250 ml Rinderfond […]