Kartoffelpüree gehört zu den beliebtesten Kartoffelbeilagen überhaupt — doch je nach Region wird es unterschiedlich genannt: Kartoffelpüree, Kartoffelbrei oder Kartoffelstampf.
Gemeint ist meistens dasselbe Gericht: weich gekochte Kartoffeln, die mit Milch und Butter cremig verarbeitet werden. Kleine Unterschiede gibt es trotzdem:
- Kartoffelpüree ist besonders fein und cremig
- Kartoffelbrei wird oft als allgemeiner Begriff verwendet
- Kartoffelstampf bleibt meist etwas gröber und rustikaler
In dieser Anleitung zeige ich dir die klassische Grundzubereitung — so kannst du selbst entscheiden, ob dein Ergebnis eher luftig-cremig oder herzhaft gestampft sein soll.
Dieses Kartoffelpüree gelingt immer – egal ob als schnelle Beilage unter der Woche oder als cremiger Klassiker zum Sonntagsessen.
Du lernst hier:
- welche Kartoffeln wirklich cremig werden
- wie du Klümpchen vermeidest
- warum ein Pürierstab dein Püree ruinieren kann
- und wie du den Geschmack mit kleinen Tricks auf Restaurant-Niveau bringst
Inhaltsverzeichnis
- Welche Kartoffeln sich wirklich eignen
- Zutaten
- Equipment
- Zubereitung
- 7 Tipps für extra cremiges Kartoffelpüree
- Rezept Download
- Varianten: So kannst du dein Kartoffelpüree ganz einfach abwandeln
- Aufbewahren & Aufwärmen – ohne dass Kartoffelpüree trocken wird
- Häufige Fragen rund um Kartoffelpüree
- Cremiges Kartoffelpüree – ein Klassiker, der immer passt
Bevor wir starten, schauen wir uns kurz die Zutaten an – denn die richtige Kartoffelsorte entscheidet später über cremig oder klebrig.
Welche Kartoffeln sich wirklich eignen
Ein gutes Kartoffelpüree beginnt nicht erst beim Stampfen – sondern schon bei der richtigen Kartoffelsorte.
Denn je nach Stärkegehalt entscheidet sich hier, ob dein Püree locker und cremig oder eher zäh und klebrig wird.
Für dieses Rezept brauchst du nur wenige Zutaten, aber die Auswahl macht den Unterschied.
Mehligkochende Kartoffeln – die beste Wahl
Sie enthalten viel Stärke und zerfallen beim Kochen leicht.
Ideal für:
- klassisches Kartoffelpüree
- besonders cremige Konsistenz
- fluffigen Kartoffelbrei wie bei Oma
👉 Sie lassen sich mühelos stampfen und nehmen Butter und Milch perfekt auf.
Zutaten
- 1 kg Kartoffeln
- 150 ml Milch
- 1 Prise Muskatnuss
- 20 g Butter
- Salz
Equipment
- Kartoffelstampfer oder
- Kartoffelpresse
Zubereitung
Jetzt kommt der wichtigste Teil: Mit diesen Schritten wird dein Kartoffelpüree garantiert fluffig statt zäh.

Schritt 1: Kartoffeln schälen und gleichmäßig schneiden
Schäle die Kartoffeln und schneide sie anschließend in gleich große Stücke (etwa 3–4 cm).
Das sorgt dafür, dass alle Kartoffeln später gleichmäßig garen und sich anschließend problemlos stampfen lassen. Zu große Stücke brauchen deutlich länger, während kleine Stücke schnell zerfallen und Wasser aufnehmen können.
Lege die geschnittenen Kartoffeln direkt in eine Schüssel mit kaltem Wasser, damit sie sich nicht verfärben, während du weiterarbeitest.
💡 Küchentipp:
Je gleichmäßiger die Stücke, desto cremiger wird später dein Kartoffelpüree – weil keine harten oder überkochten Stücke entstehen.

Schritt 2: Milch vorsichtig erwärmen – nicht kochen
Gib die Milch in einen kleinen Topf und erwärme sie langsam bei mittlerer Hitze.
Wichtig: Die Milch sollte heiß sein, aber nicht kochen.
Warme Milch verbindet sich später besser mit den Kartoffeln und sorgt dafür, dass das Püree schön cremig bleibt. Kalte Milch würde die Kartoffelmasse dagegen abkühlen – das Ergebnis wird schnell fester und weniger fluffig.
💡 Tipp:
Du kannst die Butter bereits zur Milch geben und gemeinsam erwärmen. So verteilt sie sich später besonders gleichmäßig im Kartoffelpüree.

Schritt 3: Garprobe machen und Kartoffeln stampfen
Steche mit einem Messer in eine Kartoffel. Gleitet das Messer ohne Widerstand hinein, sind die Kartoffeln weich genug.
Gieße das Kochwasser anschließend vollständig ab und lasse die Kartoffeln kurz ausdampfen. So verschwindet überschüssige Feuchtigkeit und dein Kartoffelpüree wird später besonders cremig statt wässrig.
Zerdrücke die heißen Kartoffeln nun mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zu einer gleichmäßigen Masse.
💡 Profi-Tipp:
Wenn du die Kartoffeln zweimal durch eine Kartoffelpresse drückst, wird das Kartoffelpüree besonders fein und luftig.

Schritt 4: Würzen und das Kartoffelpüree cremig rühren
Reibe etwas frisch geriebene Muskatnuss über die heißen Kartoffeln und gib eine Prise Salz hinzu. Verteile anschließend die Butter in kleinen Flocken darauf.
Gieße nun die warme Milch langsam in einem dünnen Strahl dazu und rühre das Kartoffelpüree gleichzeitig mit einem Schneebesen auf.
So verbindet sich alles gleichmäßig und das Püree wird besonders locker, cremig und leicht schaumig.
💡 Tipp:
Die Milch lieber nach und nach zugeben – so kannst du die Konsistenz genau steuern, bis dein Kartoffelpüree perfekt cremig ist.

7 Tipps für extra cremiges Kartoffelpüree
1. Die richtige Kartoffelsorte wählen
Für wirklich cremiges Kartoffelpüree eignen sich mehligkochende Kartoffeln am besten.
Sie enthalten mehr Stärke, zerfallen leichter und lassen sich besonders fein stampfen.
2. Kartoffeln vollständig weich kochen
Zu feste Kartoffeln sind eine der häufigsten Ursachen für Klümpchen.
Mach immer die Garprobe: Das Messer sollte ohne Widerstand hineingleiten.
3. Kartoffeln kurz ausdampfen lassen
Nach dem Abgießen die Kartoffeln 1–2 Minuten im heißen Topf stehen lassen.
Überschüssiges Wasser verdampft – das Püree wird cremig statt wässrig.
4. Milch und Butter immer erwärmen
Kalte Zutaten kühlen die Kartoffeln schlagartig ab.
Warme Milch und geschmolzene Butter verbinden sich besser und sorgen für eine besonders samtige Konsistenz.
5. Niemals den Pürierstab verwenden
Ein Klassiker unter den Küchenfehlern:
Der Pürierstab zerstört die Kartoffelstruktur und setzt Stärke frei – das Püree wird klebrig und zäh.
👉 Stampfer oder Kartoffelpresse sind die bessere Wahl.
6. Milch langsam einarbeiten
Gib die Milch nach und nach dazu und rühre ständig weiter.
So bestimmst du selbst, ob dein Kartoffelpüree eher luftig, cremig oder etwas fester wird.
7. Am Ende luftig aufschlagen
Rühre das fertige Kartoffelpüree zum Schluss kurz mit einem Schneebesen auf.
Dadurch wird Luft eingearbeitet – das Ergebnis wirkt leichter und fast schon schaumig.
💛 Extra-Küchentrick:
Ein kleines Stück kalte Butter ganz zum Schluss unterheben sorgt für glänzendes, besonders seidiges Kartoffelpüree.
Rezept Download
Rezept Kartoffelpüree selber machen


Varianten: So kannst du dein Kartoffelpüree ganz einfach abwandeln
Kartoffelpüree ist die perfekte Basis — schon kleine Änderungen bringen komplett neue Geschmacksrichtungen auf den Teller. Hier sind vier beliebte Varianten, die immer funktionieren.
Veganes Kartoffelpüree
Für eine pflanzliche Variante brauchst du nur wenige Anpassungen:
- Butter durch vegane Margarine oder Olivenöl ersetzen
- Milch durch Hafer-, Soja- oder Mandelmilch austauschen
Hafermilch eignet sich besonders gut, weil sie eine natürliche Cremigkeit mitbringt und geschmacklich sehr mild bleibt.
💡 Tipp: Ein Schuss hochwertiges Olivenöl sorgt zusätzlich für ein angenehm rundes Mundgefühl.
Kartoffelpüree mit Käse
Wenn das Püree etwas herzhafter sein darf, kannst du geriebenen Käse unterheben.
Gut geeignet sind:
- Parmesan
- Bergkäse
- Emmentaler
- alter Gouda
Den Käse erst am Ende unterrühren, damit er sanft schmilzt und das Kartoffelpüree besonders cremig wird.
👉 Perfekt zu Ofengemüse oder Pilzgerichten.
Kartoffelpüree mit Umami-Geschmack
Für eine besonders aromatische Variante kannst du beim Abschmecken einen kleinen Löffel Umami-Paste unterrühren.
Das verstärkt die natürliche Würze der Kartoffeln und gibt dem Püree eine tiefe, fast „restaurantartige“ Geschmacksnote — ganz ohne zusätzliche Gewürze.
Besonders gut passend zu:
- gebratenen Pilzen
- Ofengemüse
- vegetarischen Hauptgerichten

Auf meinem Foto habe ich Petersilienpesto verwendet.
Rustikaler Kartoffelstampf
Wenn du es etwas ursprünglicher magst, zerdrücke die Kartoffeln nur grob mit dem Stampfer.
Optional hinzufügen:
- angebratene Zwiebeln
- Lauch oder Frühlingszwiebeln
- groben Senf
- Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch
So entsteht ein kräftiger Kartoffelstampf mit Struktur — perfekt als Beilage zu herzhaften Gerichten
Aufbewahren & Aufwärmen – ohne dass Kartoffelpüree trocken wird
Kartoffelpüree schmeckt frisch am besten, lässt sich aber problemlos vorbereiten oder aufbewahren. Entscheidend ist dabei die richtige Methode — sonst wird es schnell trocken oder fest.
Kartoffelpüree richtig aufbewahren
Lasse das Kartoffelpüree zunächst vollständig abkühlen und fülle es anschließend in einen luftdicht verschlossenen Behälter.
Im Kühlschrank hält sich Kartoffelpüree etwa 2–3 Tage problemlos.
💡 Tipp:
Lege ein kleines Stück Butter oder etwas Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche. So bildet sich keine trockene Haut.
Kartoffelpüree schonend aufwärmen
Am besten erwärmst du Kartoffelpüree langsam im Topf bei niedriger Hitze.
So bleibt es cremig:
- Kartoffelpüree in einen Topf geben
- Einen Schuss Milch oder etwas Butter hinzufügen
- Unter ständigem Rühren sanft erwärmen
Die zusätzliche Flüssigkeit sorgt dafür, dass das Püree wieder weich und geschmeidig wird.
👉 Wichtig: Nicht stark erhitzen, sonst setzt sich Stärke ab und das Püree wird zäh.
Aufwärmen in der Mikrowelle
Auch das funktioniert gut:
- Kartoffelpüree abdecken
- etwas Milch oder Butter zugeben
- in kurzen Intervallen erwärmen
- zwischendurch umrühren
So verteilt sich die Wärme gleichmäßig.
Kann man Kartoffelpüree einfrieren?
Ja — allerdings mit kleiner Einschränkung.
Kartoffelpüree mit ausreichend Butter oder Fett lässt sich gut einfrieren. Sehr fettarme Varianten können nach dem Auftauen etwas körnig werden.
Zum Auftauen:
- langsam im Kühlschrank auftauen lassen
- anschließend mit Milch oder Butter cremig rühren
Häufige Fragen rund um Kartoffelpüree
Auch bei einem einfachen Klassiker wie Kartoffelpüree tauchen beim Kochen immer wieder Fragen auf:
Warum wird das Püree manchmal klebrig? Welche Kartoffeln sind wirklich die richtige Wahl? Und lässt sich Kartoffelpüree eigentlich vorbereiten oder einfrieren?
Hier findest du die wichtigsten Antworten und hilfreiche Tipps, damit dein Kartoffelpüree garantiert gelingt.
Warum wird mein Kartoffelpüree klebrig?
Meist liegt das an der falschen Zubereitung. Wird Kartoffelpüree mit einem Pürierstab oder Mixer bearbeitet, wird zu viel Stärke freigesetzt – das Ergebnis wird zäh und gummiartig.
Verwende stattdessen immer einen Kartoffelstampfer oder eine Kartoffelpresse.
Welche Kartoffeln eignen sich am besten für Kartoffelpüree?
Am besten funktionieren mehligkochende Kartoffeln, da sie viel Stärke enthalten und beim Kochen weich zerfallen. Dadurch wird das Püree besonders cremig und locker.
Kann ich Kartoffelpüree vorbereiten?
Ja, Kartoffelpüree lässt sich gut einige Stunden vorbereiten. Bewahre es abgedeckt warm (z. B. im Wasserbad) oder im Kühlschrank auf und rühre beim Aufwärmen etwas warme Milch oder Butter unter.
Wie bekomme ich Kartoffelpüree besonders cremig?
Drei Dinge machen den Unterschied:
mehligkochende Kartoffeln verwenden
warme Milch und Butter zugeben
die Milch langsam einrühren und das Püree am Ende luftig aufschlagen
Kann man Kartoffelpüree ohne Milch zubereiten?
Ja. Für eine vegane Variante kannst du Milch problemlos durch Hafermilch, Sojamilch oder Gemüsebrühe ersetzen. Auch Olivenöl statt Butter funktioniert sehr gut.
Wenn du Lust auf noch mehr Kartoffel-Klassiker hast: Auf der Kartoffelwerkstatt findest du weitere Schritt-für-Schritt-Anleitungen, mit denen Kartoffelrezepte garantiert gelingen. Schau dir zum Beispiel meine Ofenpommes (knusprig ohne Fritteuse) an oder probiere Kroketten wie aus dem Restaurant. Und wenn du etwas Besonderes suchst: Bei den Macaire-Kartoffeln zeige ich dir eine Variante, die viele noch gar nicht kennen.
Als Kartoffel-Expertin teste ich die Rezepte so lange, bis sie alltagstauglich sind – mit klaren Handgriffen, die wirklich funktionieren.
Cremiges Kartoffelpüree – ein Klassiker, der immer passt
Kartoffelpüree gehört zu den Gerichten, die mit wenigen Zutaten echtes Wohlfühlessen auf den Teller bringen. Mit der richtigen Kartoffelsorte, warmen Zutaten und ein wenig Geduld entsteht daraus ein wunderbar cremiger Klassiker, der zu fast allem passt – vom schnellen Alltagsgericht bis zum festlichen Sonntagsessen.
Ob ganz pur mit Butter, vegan interpretiert oder mit extra Umami und Käse verfeinert: Dieses Grundrezept lässt sich immer wieder neu abwandeln und an deinen Geschmack anpassen.
Mein Tipp zum Schluss:
Frisch zubereitet schmeckt Kartoffelpüree am besten – aber oft sind es genau die kleinen Küchenmomente beim Abschmecken, Rühren und Probieren, die dieses einfache Gericht so besonders machen.
Viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit!
Eure Dani

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