GRIECHISCHER KARTOFFELSALAT

Griechischer Kartoffelsalat mit Hackfleischspieß

Griechischer Kartoffelsalat mit Hackspießen am Rosmarinzweig – das ist für mich echtes Urlaubsessen vom Grill. Cremiger Joghurt, knackige Gurke, zarte Kartoffeln und dazu würzige Hackspieße, die durch den Rosmarin ganz nebenbei dieses mediterrane Aroma bekommen.
Die Idee dafür kommt tatsächlich aus einem Urlaub: In Funchal (Madeira) wird „Espetada“ oft auf aromatischen Zweigen gegrillt – ein echter Hingucker und geschmacklich genial. Zurück zuhause habe ich das Prinzip einfach mit Rosmarin aus dem Garten nachgebaut. Ergebnis: super saftige Spieße, die man sogar easy in die Hand nehmen kann – und ein Kartoffelsalat, der perfekt dazu passt.

Was macht diesen Kartoffelsalat „griechisch“?

Ein klassischer Kartoffelsalat kommt oft mit Mayonnaise oder Brühe daher – die griechische Variante setzt dagegen auf Frische und Leichtigkeit.

Typisch mediterran wird dieser Kartoffelsalat durch cremigen Joghurt, Gurke, Olivenöl und aromatische Kräuter. Statt schwerer Sauce entsteht ein angenehm frischer Salat, der perfekt zu Gegrilltem passt und auch an warmen Tagen nicht beschwert.

Besonders wichtig: Die Kartoffeln nehmen das Joghurt-Dressing wunderbar auf und verbinden sich mit Knoblauch, Zitrone und Kräutern zu einem richtig sommerlichen Geschmack – fast wie ein Mix aus Kartoffelsalat und Tzatziki.

Inhaltsverzeichnis

Welche Kartoffeln eignen sich am besten?

Für Kartoffelsalat gilt eine einfache Regel:
Festkochende Kartoffeln sind Pflicht.

Sie bleiben nach dem Kochen stabil, zerfallen nicht und behalten auch beim Vermengen mit dem Dressing ihre Struktur. Genau das sorgt später für die angenehme, leicht cremige Konsistenz ohne matschig zu werden.

👉 Ideal sind kleine bis mittelgroße Kartoffeln, die nach dem Kochen nur grob geschnitten werden. So entstehen unterschiedliche Stücke, die Dressing besonders gut aufnehmen.

Tipp:
Kartoffeln unbedingt erst nach dem Abkühlen schneiden – warme Kartoffeln brechen schneller auseinander.

Die Idee zu diesem Rezept

Auch wenn das Wetter dieses Jahr noch nicht ganz entschieden hat, ob wirklich schon Grillsaison ist – ein paar Gelegenheiten haben wir natürlich trotzdem genutzt. Und ganz ehrlich: Ein frisch gemachter Kartoffelsalat passt einfach immer zum Grillen, egal ob Hochsommer oder Frühling mit Jacke.

Bei uns gehören Rosmarinkartoffeln sowieso fest dazu. Am Wochenende konnten wir die ersten neuen Kartoffeln direkt vom Feld ernten. Die ganz kleinen Exemplare werden im Verkauf oft aussortiert – bei uns landen sie dagegen in einer großen Schüssel und später zusammen mit Knoblauch und frischem Rosmarin im Backofen. Genau diese einfachen Dinge sind meistens die besten.

Beim Abzupfen der kleinen Rosmarinzweige kam dann plötzlich die Erinnerung an unseren Madeira-Urlaub im letzten November zurück.

In Funchal gibt es eine Straße voller kleiner Restaurants, vor denen sogenannte „Touristenfänger“ stehen. Jeder hält einen riesigen Fleischspieß in der Hand und streckt ihn den vorbeigehenden Gästen fast unter die Nase – mit der Aufforderung, einmal daran zu riechen. Spätestens dann ist es um einen geschehen.

Auf Madeira wachsen überall Lorbeerwälder, und genau daraus entstehen die traditionellen Spieße für die berühmte Espetada: kräftige Zweige, bestückt mit Rindfleisch, gewürzt mit Knoblauch und Lorbeer und anschließend über offenem Feuer gegrillt. Serviert wird der Spieß hängend an einem Holzgestell – ein echter Moment, wenn der Kellner damit an den Tisch kommt.

Zurück im Garten, mit dem Rosmarin in der Hand, war die Idee plötzlich da: Warum nicht dieses Prinzip nach Hause holen?
Statt Lorbeer einfach aromatische Rosmarinzweige verwenden – perfekt fürs Grillen und ein kleines Stück Urlaub auf dem Teller.

Die Erinnerung an Madeira hat mich schließlich direkt zum Ausprobieren gebracht.
Für dieses Rezept habe ich das Hackfleisch einfach um frische Rosmarinzweige gedrückt und die Spieße anschließend gegrillt. Während des Grillens gibt der Rosmarin sein Aroma ganz sanft an das Fleisch ab – nicht zu dominant, sondern genau richtig mediterran.

Ein schöner Nebeneffekt: Die Rosmarinzweige funktionieren gleichzeitig als natürlicher Spieß. Dadurch lassen sich die Hackspieße ganz unkompliziert mit den Fingern essen – perfekt für einen entspannten Grillabend ohne großes Besteck.

Zusammen mit dem frischen, griechisch inspirierten Kartoffelsalat entsteht so ein Gericht, das nach Urlaub schmeckt, aber ganz unkompliziert zuhause auf den Grill kommt.

Zutaten Griechischer Kartoffelsalat

Zutaten Kartoffelsalat

ausreichend für 2 Personen

  • 600 g Kartoffeln, festkochend
  • 1 Salatgurke
  • 300 g Naturjoghurt
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Apfelessig
  • Olivenöl
  • eine Prise Zucker
  • Salz und Pfeffer

Zutaten für die Hackspieße

  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 6 Rosmarinzweige (ohne grün)
  • 1 Tl Senf
  • 1 Ei
  • etwas Milch
  • 1 Scheibe Toastbrot (ohne Rinde)
  • 1 Tl Oregano
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Die Kartoffeln für den Salat waschen und in einem Topf mit etwas Salz gar kochen. Wenn Sie fertig sind abschütten, ausdampfen lassen und schälen.

Die Gurke schälen, halbieren und mit einem Löffel die Kerne entfernen. Die Gurke mit einer Küchenmaschine oder Hobel in kleine Stifte schneiden. In einer Schüssel mit dem Zucker und etwas Salz ca. 5 Minuten ziehen lassen. Die Frühlingszwiebeln putzen, das Weiße und das Hellgrüne in Ringe schneiden und zu den Gurken geben. Das Dunkelgrüne ebenfalls klein schneiden und beiseitestellen.

Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und zu den Gurken geben. Den Joghurt nach und nach mit den Salz, Pfeffer und Olivenöl vermischen. Zum Schluss die klein geschnittene Knoblauchzehe mit etwas Salz zerdrücken und zu dem Kartoffelsalat in die Schüssel geben. Etwas durchziehen lassen und nochmal abschmecken.

Das Rinderhackfleisch mit den Gewürzen, das Ei und das in Milch eingeweichte Toastbrot vermischen. Die Rosmarinzweige nun mit etwas Hackfleisch an einem Ende umhüllen und gut andrücken.

Eine Pfanne / oder auf dem Grill mit etwas Öl gut anbraten und dabei etwas wenden. Mit dem Kartoffelsalat auf den Tisch stellen.

Für uns war es noch die Gelegenheit ein griechisches Mitbringsel in Form einer Flasche Ouzo dazu zu reichen und zu trinken.

Rezept Download

5 Fehler beim Joghurt-Kartoffelsalat (und wie du sie vermeidest)

1. Zu heiß vermengen
Heiße Kartoffeln lassen das Joghurt-Dressing wässrig werden.

2. Zu wenig Salz
Kartoffeln brauchen überraschend viel Würze – lieber abschmecken als vorsichtig bleiben.

3. Gurke nicht ausdrücken
Sonst verwässert der Salat nach kurzer Zeit.

4. Dressing komplett sofort zugeben
Besser erst einen Teil unterheben und später nachjustieren.

5. Keine Ziehzeit einplanen
Mindestens 30 Minuten Ruhe machen geschmacklich einen riesigen Unterschied.

Auf meinem Blog findest Du weitere Rezepte aus Griechenland.

Wer Griechenland nicht nur auf dem Teller, sondern auch als Reiseziel entdecken möchte, findet auf der offiziellen Tourismusseite viele Inspirationen rund um Landschaften, regionale Küche und besondere Orte im ganzen Land. Dort lässt sich wunderbar weiterstöbern — vielleicht für den nächsten Urlaub oder einfach, um sich noch ein wenig mehr mediterranes Lebensgefühl nach Hause zu holen.

👉 Offizielle Tourismusseite Griechenlands:
https://www.visitgreece.gr

Kali orexi – und wie die Griechen sagen: Yasas!

Eure Dani

Griechischer Kartoffelsalat

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