Pommes frites selber machen, die wirklich knuspern – außen goldbraun, innen fluffig? Genau so mag ich sie. Und ja: Das klappt zuhause, wenn du zwei Dinge beachtest: Stärke raus, Pommes kurz anfrieren/abkühlen – und dann zweimal frittieren.
In diesem Beitrag zeige ich dir meine zwei besten Methoden (Wässern oder Blanchieren), inkl. Schritt-für-Schritt-Fotos.
Warum du diese Pommes unbedingt ausprobieren solltest
- außen knusprig, innen weich wie vom Imbiss
- mit normalen Kartoffeln zuhause machbar
- zwei erprobte Methoden erklärt
- Schritt-für-Schritt mit Bildern
- perfekt für Fritteuse oder Topf
Pommes frittes selber machen ist etwas Aufwand, lässt sich aber auch gut vorbereiten und wer seine eigenen Gewürze verwendet, erhöht den Genussfaktor.
Inhaltsverzeichnis
- So werden Pommes wirklich knusprig (die 3 wichtigsten Regeln)
- Warum werden Pommes zuhause oft nicht knusprig?
- Welche Kartoffelsorten sind für Pommes frites geeignet?
- Pommes richtig würzen: Gewürze, Pommesgewürz & Aioli
- Pommes frites variieren – meine liebsten Ideen
- FAQ: Die meistgestellten Fragen zu Pommes Frittes
- Wie entsorgt man altes Frittierfett richtig?
So werden Pommes wirklich knusprig (die 3 wichtigsten Regeln)
Damit Pommes frites zuhause richtig knusprig werden, braucht es keine Profi-Fritteuse. Entscheidend sind drei einfache Grundlagen:
1. Stärke entfernen
Geschnittene Kartoffeln enthalten viel Oberfläche-Stärke. Wird sie nicht entfernt, kleben die Pommes zusammen und werden weich statt knusprig.
2. Pommes vortrocknen oder vorgaren
Ob durch Wässern oder Blanchieren: Die Vorbereitung sorgt dafür, dass die Pommes später gleichmäßig garen.
3. Zweimal frittieren
Beim ersten Durchgang garen die Kartoffeln, beim zweiten entsteht die typische goldbraune Kruste.
Ich habe verschieden Wege ausprobiert bis ich die für mich perfekte Zubereitung herausgefunden habe. Eigens dafür zog auch eine Friteuse in mein Haushalt die nun hin und wieder zum Einsatz kommt. Direkt neben meiner Küche ist ein Zugang zur Terrasse und dort frittiere ich auch immer meine Pommes oder andere Sachen.
Warum werden Pommes zuhause oft nicht knusprig?
Wenn Pommes zuhause weich bleiben, liegt das meist nicht am Rezept, sondern an kleinen Details:
- Kartoffeln wurden nicht gewässert oder blanchiert
- das Öl war nicht heiß genug
- zu viele Pommes gleichzeitig im Fett
- Pommes wurden nur einmal frittiert
Schon kleine Anpassungen sorgen dafür, dass Pommes außen knusprig und innen locker werden – genau wie im Imbiss.
Welche Kartoffelsorten sind für Pommes frites geeignet?
Es gibt verschiedene Kartoffelsorten, die sich gut für Pommes frites eignen. Zu den beliebtesten gehören die Sorten Bintje, Agria, Fontane und Maris Piper. Diese Kartoffeln haben eine hohe Stärkegehalt, der für die knusprige Textur der Pommes wichtig ist.
Eine festkochende Sorte machen die Pommes frites knackiger und eignen sich eher für die dünneren Pommes. Eine mehlig kochende Sorte sind für die Fans der dicken Pommes mit einem weichen, fluffigen Innenleben geeignet. Ich habe die Kartoffelsorte Belana für meine Pommes frites aus unserem Hofladen verwendet.



Variante 1 – Wässern
Schritt 1: Kartoffeln schneiden
Schäle die Kartoffeln und schneide sie in gleichmäßige Stifte.
👉 Gleich große Pommes garen später gleichmäßig.
Schritt 2: Kartoffeln wässern
Lege die geschnittenen Pommes mindestens 30 Minuten in kaltes Wasser.
Dadurch wird überschüssige Stärke entfernt.
Schritt 3: Pommes gut trocknen
Tupfe die Kartoffelstifte gründlich trocken.
Feuchtigkeit verhindert später eine knusprige Oberfläche.
Schritt 4: 1. Frittiervorgang
Die Friteuse auf 170° C erhitzen und die Pommes direkt aus dem Tiefkühlfach hineingeben und vorfrittieren. Dabei sollten die Pommes so wenig wie möglich Farbe annehmen.
Schritt 5: 2. Frittiervorgang
Die Pommes Frites auf einem Backblech ausbreiten und alle Pommes einmal vorfrittieren. Dann die Friteuse auf 200 °C erhitzen und im zweiten Durchgang die Pommes frittes goldbraun frittieren. Beim rausholen abtropfen lassen und in einer Schüssel mit Pommesgewürz oder Salz mischen.
Ich habe nun eine weitere Methode ausprobiert um Pommes zu Hause selbst herzustellen. Dafür werden die Pommes in Essigwasser blanchiert. Auch diese Methode hat super geklappt. Der Haken ist nur wenn man eine größere Portion benötigt sollte man schon fast 2 Fritteusen haben denn das Erhöhen der Temperatur dauert seine Zeit und man kann in den gewöhnlichen Haushaltsfritteusen immer nur 2-3 Portionen in einem Durchgang machen.







Variante 2 – Blanchieren
Schritt 1: Kartoffeln schneiden
Kartoffel waschen, schälen und Stifte schneiden. Es gibt die verschiedensten Aufsätze für Küchenmaschinen um sie zu schneiden, wer etwas Übung hat kann es jedoch auch ganz einfach auf einem Küchenbrett mit einem gutem Messer schneiden.
Schritt 2: Blanchieren
Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und 30ml Weißweinessig hineingeben. Die Pommes darin ca. 2 Minuten blanchieren.
Schritt 3: Trocknen
Die blanchierten Kartoffelstifte durch ein Küchensieb abschütten und im kaltem Wasser abschrecken. Wenn die blanchierten Kartoffelstifte abgetropft sind auf eine Küchentuch ausbreiten und etwas trocknen lassen.
Schritt 4: Frittieren
In der Zwischenzeit eine Fritteuse mit Öl füllen und das Frittieröl auf 170°C erhitzen. Wenn die Temperatur erreicht ist die Pommes für 50 Sekunden vorfrittieren. Die Pommes frittes herausholen und die Fritteuse auf 190°C erhitzen. Im zweiten Durchgang alles braun und knusprig frittieren. Herausnehmen und auf einem Küchenpapier ausbreiten. Salzen oder würzen.
Pommes richtig würzen: Gewürze, Pommesgewürz & Aioli
Frisch aus dem heißen Fett sind Pommes am besten – und jetzt ist auch der perfekte Moment zum Würzen. Ich salze meine Pommes immer direkt nach dem Frittieren, solange sie noch leicht glänzen, denn dann bleibt alles richtig gut haften. Wenn du es klassisch magst, reicht gutes Salz völlig aus. Aber wenn du deinen Pommes diesen typischen „Imbiss-Vibe“ geben willst, lohnt sich eine Gewürzmischung: mal würzig, mal rauchig, mal mit einer kleinen Schärfe – je nachdem, worauf du gerade Lust hast.
Wenn du dir gern eine Basis auf Vorrat anrühren möchtest, schau unbedingt bei meinem selbstgemachten Pommesgewürz vorbei – das passt nicht nur auf Pommes, sondern auch super zu Wedges oder Ofenkartoffeln. Und falls du generell gern neue Kombinationen ausprobierst (auch für Bratkartoffeln, Kartoffelpüree & Co.), findest du in meinem Überblick Gewürzmischungen für Kartoffeln viele Ideen, mit denen du aus „nur Kartoffeln“ jedes Mal etwas Neues machst.
Und ganz ehrlich: Zu richtig guten Pommes gehört für mich auch ein guter Dip. Mein absolutes Lieblingsrezept ist eine Aioli mit Schmorknoblauch, die bei uns nicht nur zu Pommes, sondern auch beim Grillen regelmäßig auf den Tisch kommt. Cremig, intensiv und genau das Richtige, wenn aus einfachen Pommes ein kleines Genussmoment werden soll.
Besonders frisch frittierte Pommes schmecken zusammen mit einer cremigen Aioli einfach unschlagbar – nicht nur als Snack, sondern auch perfekt zum Grillen oder als Beilage zu Ofenkartoffeln.



Pommes frites variieren – meine liebsten Ideen
Selbstgemachte Pommes lassen sich ganz einfach abwandeln und passen zu vielen Gelegenheiten – vom schnellen Snack bis zum Grillabend.
🥔 Rustikale Pommes
Etwas dicker schneiden und die Schale dranlassen. Besonders aromatisch und perfekt zu Dip oder Steak.
🧄 Knoblauch-Pommes
Frisch frittierte Pommes mit etwas Knoblauchöl und Petersilie mischen.
🌶️ Würzige Pommes
Mit Paprika, Chili oder deinem Lieblings-Pommesgewürz verfeinern.
🧀 Loaded Fries
Mit Käse, Röstzwiebeln oder Aioli servieren – ideal als schnelles Ofengericht oder Partyfood.
🌿 Kräuter-Pommes
Rosmarin oder Thymian kurz im heißen Öl aromatisieren und mit den Pommes mischen.

FAQ: Die meistgestellten Fragen zu Pommes Frittes
Warum werden Pommes doppelt frittiert?
Der erste Durchgang gart die Kartoffeln, der zweite sorgt für Knusprigkeit.
Welche Kartoffeln eignen sich am besten?
Mehligkochende oder vorwiegend festkochende Sorten liefern das beste Ergebnis.
Kann man Pommes vorbereiten?
Ja, nach dem ersten Frittieren können sie gekühlt oder eingefroren werden.
Warum Essigwasser beim Blanchieren?
Essig stabilisiert die Kartoffeloberfläche und sorgt für mehr Knusprigkeit.
Kann man Pommes im Topf frittieren?
Ja, wichtig ist ausreichend Öl und konstante Temperatur.
Jetzt kennst du beide Methoden und weißt, worauf es bei wirklich knusprigen Pommes ankommt.
Wie entsorgt man altes Frittierfett richtig?
Altes Frittierfett gehört auf keinen Fall in den Abfluss oder die Toilette. Es kann Rohre verstopfen und belastet zudem die Abwasseranlagen erheblich.
Lass das Fett zunächst vollständig abkühlen. Anschließend kannst du es in eine verschließbare Flasche oder ein Glas füllen und gut verschlossen über den Restmüll entsorgen.
Selbstgemachte Pommes frites brauchen ein wenig Zeit – aber das Ergebnis lohnt sich jedes Mal. Außen knusprig, innen weich und genau so, wie man sie am liebsten mag.
Ob klassisch gesalzen, mit Gewürzmischung verfeinert oder zusammen mit einer cremigen Aioli serviert: Pommes sind einfach echtes Wohlfühlessen und passen zu so vielen Gelegenheiten – vom gemütlichen Abendessen bis zum Grillabend mit Freunden.
Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Ausprobieren und bin gespannt:
Welche Methode funktioniert für dich am besten – Wässern oder Blanchieren? Schreib mir gern in die Kommentare, wie deine perfekten Pommes aussehen.
Eure Dani


[…] schon bei den Fritteusen Pommes habe ich sie zuerst blanchiert mit etwas Essig und sie dann weiterverarbeitet. Parallel dazu habe […]
[…] Mit einer mehligkochenden Kartoffelsorte hat man es außen knackig und innen weich. Genau wie bei Pommes frites kommt es auf die eigene Vorliebe […]