CORDON BLEU MIT BERGKÄSE & BRATKARTOFFELN

Cordon bleu

Cordon Bleu und Schnitze sind zwei Klassiker aus der deutschen Küche und ich kenne niemanden der nicht sofort mindestens 1 Location nennt, wo er zu letzte ein leckeres Cordon Bleu oder Schnitzel gegessen hat. Und neben Pommes Frites sind Bratkartoffeln die am meisten angebotene Beilage.

Aber was genau macht ein Cordon bleu / Schnitzel aus und worauf sollte man beim Zubereiten achten? Was ist ein gutes Rezept für ein Cordon bleu / Schnitzel ?

Die Auswahl des Fleisches:

Das es das beste Fleisch beim Metzger und nicht im Discount gibt, das möchte ich nicht weiter erörtern. Nur durch eine Massentierhaltung lassen sich die Niedrigpreise im Discount halten.

Aber aus welchem Teilstück des Tieres sollte man das Schnitzelfleisch nehmen? Ich bevorzuge es aus der Oberschale. Weil es mager ist und sich gut plattieren lässt. Die Verkäuferin hinter der Fleischtheke findet das die Schnitzel aus dem Hals besser sind, weil Sie durch das Fett saftiger werden. Ich denke das es Ansichtssache ist und je nach Vorliebe berücksichtigt werden sollte.

Kalbsfleisch ist feiner und hochwertiger als Schweinefleisch. In diesem Fall gibt es jedoch einen Preisunterschied was jeder für sich selbst entscheiden muss.

Die Panade:

Die Panade sollte knusprig, locker und goldbraun sein. Das wichtigste ist dabei die Qualität der Semmelbrösel. Das industriell hergestellte Paniermehl ist feiner gerieben und enthält Zusatzstoffe. Das eigene Paniermehl aus geriebenen Semmelbröseln ist etwas grober und dadurch wird die Panande einfach knuspriger. Wer kein eigenes Paniermehl vorrätig hat, kann sich dies aber auch beim Lieblingsbäcker einkaufen.

In vielen Restaurants wird das Schnitzel oder Cordon bleu in der Friteuse ausgebacken, dadurch hat es einen gleichmäßigen Farbton und ist total vollgesaugt mit Fett. Am Besten gelingt es in der Pfanne. Zuerst sollte etwas Öl darin erhitzt werden und wenn es heiß ist geben ich etwas Butter dazu, da ich den Geschmack besser finde. Dann kommt das Cordon bleu hinein und die Hitze wird stark reduziert. Durch das Wenden in der Pfanne erhält es eine unregelmäßige Bräunung. Ob das Fleisch durch ist erkennt man durch den Austritt des Fleischsaftes. Dieser sollte trüb sein. Solange er noch klar ist, ist das Fleisch in der Mitte roh, erst die Eiweißgerinnung zeigt an das es durch gebraten ist.

Die Füllung beim Cordon bleu:

Klassisch wird ein Cordon bleu mit gekochtem Schinken und Gouda gefüllt. Ich liebe es seit vielen Jahren mit einem herzhaften Bergkäse und mag diesen würzigen Geschmack des geschmolzenen Käses. Und auch am Schinken sollte man nicht unbedingt sparen.

Die Bratkartoffeln:

Für Bratkartoffeln habe ich bereits einen eigenen Blogartikel in einer Schritt für Schritt Anleitung gepostet. In diesem Beitrag habe ich Sie mit Champignons etwas aufgepimpt. Da ich die Champignons ebenfalls gut anbrate ist hier eine großflächige Pfanne von Vorteil. Die Bratkartoffeln lassen sich leichter schwenken und die Pilze werden etwas später hinzu gegeben, bekommen aber so auch gut Farbe.

Ich hoffe ich konnte Euch mit diesen Tipps noch etwas mehr Lust auf ein schönes saftiges und goldbraun gebratenes Cordon bleu machen, und dazu leckere knusprige Bratkartoffeln. Für mich ein absoluter deutscher Klassiker leicht abgewandelt.

Deutscher Klassiker : Cordon bleu / Schnitzel  mit Bratkartoffeln

Zutaten:

  • 8 Kartoffeln, festkochend und vorgekocht, geschält
  • 200 g Champignons
  • 1 Schalotte
  • 2 Schnitzel aus der Oberschale
  • 2 Scheiben Bergkäse
  • 2 Scheiben gekochten Schinken
  • 1 Ei
  • etwas Mehl
  • Semmelbrösel zum Panieren
  • 2 Eßl Butter
  • Öl
  • 1 Tl Majoran
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Die Schnitzel kurz abwaschen mit einem Küchentuch abtupfen und plattieren. Mit Salz und Pfeffer würzen . Den Schinken und den Käse auf die eine Hälfte übereinander legen und das Fleisch zu klappen. Als nächsten Schritt die 3 Schalen vorbereiten. Einmal mit Mehl, einmal mit Ei und dieses leicht verquirlen und die Dritte mit Semmelbrösel.

Das Cordon bleu nacheinander in den 3 Schalen wenden. Zuerst im Mehl, dann im Ei und zum Abschluss in den Semmelbrösel. Dabei besonders am Rand gut darauf achten das es verschlossen ist durch die Panade.

2 Pfannen auf dem Herd erhitzen mit etwas Öl. In der Zwischenzeit die Kartoffeln in Scheiben schneiden, die Schalotte schälen und klein schneiden, die Champignons putzen und schneiden. In die erste Pfanne in das heiße Öl die Butter hineingeben, die Hitze reduzieren und die Cordon bleu darin goldbraun braten. In die zweite Pfanne die Kartoffelscheiben geben und anbraten, dabei die Kartoffeln immer wieder schwenken. Wenn Sie zur Hälfte angebraten sind die Schalotten würfel und die Champignons hinein geben und alles gut anrösten.

Zum Schluss die alles auf einen Teller anrichten und einen Viertel Zitrone hinzugeben.

Leider muss ich nun an dieser Stelle ein Geständnis machen, vor lauter Vorfreude habe ich tatsächlich vergessen das Cordon bleu nach dem Anschnitt zu fotografieren. Ich hoffe ich seht es mir nach.

Für die nächsten Monate stehen weiter Deutsche Klassiker in meiner Planung. Wer aber jetzt schon Lust auf mehr bekommen hat sollte unbedingt bei meinen Rinderrouladen mit Kartoffelstampf und Spargelgemüse mal schauen, denn die Spargelzeit ist nicht mehr weit 😉

Lasst es Euch schmecken!

Dani

Deutscher Klassiker Pinterest Cordon bleu / Schnitzel mit Bratkartoffeln

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