FERMENTIEREN – ASIA-PICKELS

Asia-Pickels

Früher sprach man von Milchsäuregärung, heute spricht jeder vom Fermentieren und weil ich an dieser Methode nicht nur unglaublich viel Spaß habe sondern sie auch eine gesunde Ernährung unterstützt, habe ich heute meine Asia-Pickels für schnelle asiatische Mittagsküche im Alltag.

Wer mir schon länger auf meinem Blog folgt, weiß das ich neben dem Kochen mit Kartoffeln es auch lieb zu fermentieren. Ich habe es bereits schon in meiner Kindheit von zu Hause mitbekommen und kann mich noch an viele leckere Sachen erinnern die es bei uns gab.

Auch bei meiner Oma gab es im Keller immer gefüllte Regale mit Kompotts, Gelees & Marmeladen. Und ich liebte es immer dort zu stöbern und zu schauen was sie alles eingekocht hatte. Heute kann man jeden Tag frische Sachen im Supermarkt einkaufen, aber für eine gesunde Ernährung ist es wichtig auch fermentierte Lebensmittel einzusetzen. Denn sie bringen unseren Darm in Schwung und unterstützen die gesunden Bakterien dabei die Fäulnis erregende Bakterien zu verdrängen.

Es gibt bereits viele Bücher über das Thema. Mein Buchtipp habe ich in einem früheren Beitrag vorgestellt. Hier kannst Du gern nochmal nachlesen: Noma . Gerade in der nordischen Küche, wird viel fermentiert und der Schwerpunkt liegt hier auf Produkte aus der Region und ihre Verwendungsmöglichkeiten. Ich lese immer wieder gern die Berichte darüber und versuche ebenfalls viele Sachen neu auszuprobieren.

Beiträge zum Thema Fermentieren

Wenn Du noch mehr Lust hast in diese Thema einzulesen dann schaue unbedingt auch nochmal in meine Beiträge dazu rein:

Mein heutiges Rezept ist aus einer Anregung heraus entstanden, nach dem ersten Glas und meinen ersten Versuchen, wuchs meine Begeisterung und ich wusste dies wird etwas sein, was es vermutlich immer in meinen Vorräten geben wird. Denn ich liebe asiatische Gerichte und ich esse auch sehr gerne Reis. Im Berufsalltag bevorzuge ich eine leichte und schnelle Küche, aber auch gern Abwechslungsreich.

Wenn ich mich nun so bei den Imbissen und China Restaurants umschaue, dann kommt in den Wok oft rohes Gemüse hinein, wird angebraten, dann Reis oder Nudeln und zum Schluss die Saucen. Da ich aber nicht immer die Zeit habe vorher Gemüse zu schnippeln musst einfach eine andere Methode her. Mein Julienneschneider schlummert nun schon länger ungenutzt in der Küchenschublade und kam mir bei meinen Gedanken gerade richtig in die Hand. Im Gemüsefach des Kühlschrank lagen frische Karotten, Rettich und Gurken. Lauch ist leider mein absoluter Angstgegner auf dem Teller und es kommt auch heute noch leider ein Würgereiz auf, wenn ich daran denke wie er früher in Form von Laucheintopf in mich hineingestopft wurde. Deswegen verzichte ich auf diese Gemüse und er darf nur in meine Saucen und Fonds.

Also habe ich diese 3 Gemüsesorten in Juliennes verwandelt und in einer Schüssel gemischt. Das ganze Rezept kommt am Besten jetzt!

Zutaten für ein Glas Asia-Pickels

  • 1 Bund frische Möhren
  • 1 weißer Rettich
  • 2 Salatgurken
  • 1 rote Chilischote
  • 1 daumenlänge Ingwer
  • 2 TL brauner Zucker
  • 2 TL Salz (kein jodiertes Salz verwenden!)
  • 6 Eßl Reisessig

Zubereitung

Die Karotten und den Rettich waschen und schälen. Dann mit einem Julienneschneider dünne Gemüsestreifen abziehen. Am Besten geht es wenn man das Gemüse immer wieder dabei dreht. Für einen besseren Halt habe ich ein Stück vom Krautansatz stehen gelassen und dort das Gemüse festgehalten.

Die Gurken waschen und mit Samt der Schale ebenfalls Juliennestreifen abziehen bis man das innere erreicht hat, dann aufhören und die Mitte der Gurke anderweitig verwenden.

Die drei Gemüsesorten in eine große Schüssel geben.

Im nächsten Schritt die Chilischote waschen, entkernen und je nach belieben klein schneiden oder größere Stücke lassen. Den Ingwer schälen und klein raspeln. Beides in die Schüssel geben und die restlichen Gewürzzutaten dazu geben. Alles vermischen und leicht kneten.

Ein sauberes Glas zum Befüllen nehmen und die Gemüsestreifen in das Glas drücken. Dann die Brühe zum Schluss ebenfalls angießen und das Glas luftdicht verschließen. Mindestens 12 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Wenn ich mit den Asia-Pickels koche, hole ich mit einer Gabel nur soviel Gemüsestreifen heraus wie ich benötige und gebe Sie in eine Pfanne, danach drücke ich die restlichen Gemüsestreifen wieder runter in die Brühe und verschließe das Glas wieder. Ein Glas hält mehrere Wochen im Kühlschrank.

Die Asia-Pickels lassen sich als Salat oder zu warmen Gerichten sehr gut verwenden. Aufgepeppt mit Koriander, Minze oder in einer Kokosmilch-Currysauce lässt sich viel mit Ihnen experimentieren. Gebratene Nudeln oder Reis runden Sie als kleinen Mittagssnack gut ab.

Zum Fermentieren verwende ich die Mariposa Gläser aus dem Hause Pearl Jars. Ihr findet diese Gläser auch in meinem Onlineshop. Ich habe mich schlichtweg in diese Gläser verliebt, weil sie durch ihre Vintageform an „alte“ Bügelgläser erinnern, aber durch ihren Glasdeckel und die Verschließbarkeit mit dem Bügel sie doch eine neue modernere Form vorweisen. Im Gebrauch sind sie wirklich sehr leicht zu handhaben und reinigen. Das 1 Liter Glas welches ich für meine Asia-Pickels verwendet habe passt von der Größe her auch in den Kühlschrank in das Milchfach in der Tür und ist immer leicht greifbar wenn es schnell gehen muss.

Rezept Download

In meinem Onlineshop gibt es neue, tolle Küchen Gadgets aus dem Hause Gefu, beim Kauf dieser Produkte unterstützt Ihr meinen Blog und ich kann dadurch auf Werbung auf meinem Blog verzichten.

Viel Spaß beim Stöbern und Ausprobieren!

Eure Dani