Potetkaker – so heißen die traditionellen norwegischen Kartoffelpfannkuchen, die in ihrer Heimat heiß geliebt werden. Ob als herzhaftes Hauptgericht, schnelle Zwischenmahlzeit oder Beilage: Die skandinavischen Kartoffelfladen sind ein absoluter Klassiker der nordischen Küche. Hergestellt aus einer einfachen Basis aus Kartoffeln und Mehl, werden sie in der Pfanne goldbraun und wunderbar knusprig ausgebacken.
Das Beste daran? Das Grundrezept für die Fladen kommt komplett ohne Ei aus und ist damit von Natur aus vegan! Kombiniert mit einer knackig-frischen Füllung aus gebratenen Putenstreifen, Champignons und buntem Gemüse sowie einer würzigen Joghurtsoße wird daraus ein absolutes Wohlfühlgericht.
Inhaltsverzeichnis
Potetkaker: Der norwegische Kartoffelfladen ohne Ei
Mein Rezept für die norwegischen Kartoffelpfannkuchen ist denkbar einfach: Wir benötigen lediglich gut ausgedampfte Kartoffeln, etwas Mehl sowie Salz, Pfeffer und eine Prise frisch geriebene Muskatnuss für das perfekte Aroma. Da der Teig ohne Ei auskommt, eignet sich die Basis hervorragend für eine vegane Ernährung – in diesem Fall müsst ihr später lediglich die Füllung und die Soße pflanzlich anpassen.
Durch den hohen Kartoffelanteil sind diese Fladen deutlich sättigender und geschmacksintensiver als klassische Pfannkuchen. Zugegeben: Da der Teig ohne Ei gebunden wird, klebt die Masse bei der Verarbeitung etwas. Aber keine Sorge! Wenn ihr euch genau an meine Schritt-für-Schritt-Anleitung haltet und die Arbeitsfläche gut bemehlt, gelingen euch die Fladen garantiert problemlos.
Vielseitige Füllungen: Von Pute bis Wintergemüse
Für diesen Beitrag habe ich mich für eine herzhafte Variante mit saftigen Putenstreifen und frischen Champignons entschieden. Die Kombination aus den warmen Pilzen und dem Fleisch harmoniert wunderbar mit dem weichen, leicht knusprigen Fladen.
Mein Tipp für Abwechslung: Die Potetkaker sind unglaublich vielseitig. Ich kann mir auch eine reine Gemüsefüllung fantastisch dazu vorstellen. Da Rotkohl und Weißkohl eine tolle Knackigkeit mitbringen, passen feine Krautstreifen ideal hinein. Besonders der Rotkohl sorgt dabei auch optisch für einen tollen Farbkontrast auf dem Teller! Wenn ich die vegetarische Variante das nächste Mal ausprobiere, werde ich das Rezept natürlich sofort hier für euch ergänzen.


Norwegische Potetkaker: Traditionelle Kartoffelpfannkuchen mit Putenfüllung
Zutaten
Für die Kartoffelpfannkuchen:
- 500 g mehligkochende Kartoffeln
- 50 g Mehl plus etwas mehr zum Bearbeiten
- Muskatnuss frisch gerieben
- Salz & Pfeffer
Für die herzhafte Füllung:
- 300 g Putenbrust in feine Streifen geschnitten
- 2 Karotten
- ¼ Stück Rotkohl
- 200 g frische Champignons
- Etwas Öl zum Anbraten
Für die würzige Joghurtsoße:
- 200 g Joghurt alternativ eine pflanzliche Joghurt-Alternative
- 1 EL Olivenöl
- ½ bis 1 TL Kreuzkümmel Kumin
- 1 TL Paprikapulver scharf oder edelsüß nach Geschmack
- Eine Prise Salz
Anleitungen
- Die Vorbereitung & die JoghurtsoßeDie Kartoffeln schälen, in Salzwasser gar kochen und anschließend gründlich abgießen. Ganz wichtig: Lasst die Kartoffeln im heißen Topf gut ausdampfen, damit der Teig später nicht zu feucht wird.
- In der Zwischenzeit den Joghurt mit dem Olivenöl verrühren. Mit Kreuzkümmel, scharfem Paprikapulver und Salz abschmecken. Die Soße bis zum Anrichten im Kühlschrank durchziehen lassen.
- Das Gemüse vorbereiten: Die Karotten schälen und in dünne Stifte hobeln. Den Rotkohl waschen und ebenfalls in feine Streifen schneiden oder hobeln. Die Champignons säubern und in Scheiben schneiden.
- Den Kartoffelteig zubereitenSobald die Kartoffeln abgekühlt und trocken sind, werden sie durch eine Kartoffelpresse gedrückt. Das Mehl sowie Salz, Pfeffer und frisch geriebene Muskatnuss hinzufügen. Nun alles zügig mit den Händen verkneten, bis sich das Mehl vollständig mit der Kartoffelmasse verbunden hat und ein homogener Teig entsteht.
- Potetkaker ausbackenDie Arbeitsfläche großzügig mit Mehl bestäuben. Die Kartoffelmasse darauf zu einer länglichen Rolle formen und in zwei gleich große Teile schneiden. Jede Hälfte zu einer Kugel rollen, mit den Händen flach drücken und vorsichtig zu einem dünnen Fladen formen.
- Eine Pfanne mit etwas Sonnenblumenöl vorheizen. Den Kartoffelfladen hineingeben und bei mittlerer Hitze goldbraun ausbacken. Ein kleiner Profi-Tipp zum Wenden: Da der Teig ohne Ei gebunden ist, bricht der Fladen leicht. Legt zum Wenden einfach einen großen Teller flach auf die Pfanne, stürzt den Pfannkuchen um und lasst ihn unverletzt zurück in die Pfanne gleiten. In der Pfanne könnt ihr den Rand bei Bedarf noch einmal leicht mit dem Kochlöffel nachformen. Die Dicke des Fladens könnt ihr ganz nach eurer Vorliebe bestimmen.
- Die Füllung zubereiten & anrichtenIn einer zweiten Pfanne etwas Öl erhitzen. Die Putenstreifen darin scharf anbraten. Nach zwei bis drei Minuten die Champignons, die Karottenstifte und die Rotkohlstreifen hinzufügen. Alles zusammen knackig anschwitzen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Zum Servieren einen warmen Potetkaker auf einen Teller legen, die saftige Puten-Gemüse-Mischung auf einer Hälfte verteilen, die Joghurtsoße großzügig darübergeben und den Fladen vorsichtig zur Hälfte zuklappen. Sofort warm genießen!
Rezept Download



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Lust auf noch mehr Pfannkuchen-Inspiration?
Wenn dir die norwegische Variante schmeckt, wirst du meine anderen Kartoffelteig-Kreationen lieben! Die skandinavischen Fladen sind durch ihren hohen Kartoffelanteil herrlich rustikal und sättigend. Falls du es stattdessen lieber hauchdünn und elegant magst, solltest du unbedingt meine veganen und vegetarischen Kartoffel-Crêpesausprobieren – sie lassen sich genauso wunderbar füllen. Und für alle, die nach einer kreativen Idee für den nächsten Brunch oder ein leichtes Abendessen suchen, ist meine herzhafte Crêperolle ein absoluter Blickfang auf dem Teller.
Hast du die Potetkaker schon ausprobiert oder hast eine ganz eigene Lieblingsfüllung parat? Schreib mir deine Ideen und kulinarischen Erlebnisse unbedingt unten in die Kommentare – ich freue mich riesig auf dein Feedback!
Eure Dani
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Sehr lecker! Bei uns hat für 2 Personen gereicht, großzügige Portionen. Der Aufwand hat sich gelohnt, das darf ich wohl noch öfter machen. Danke fürs Rezept!