Meine selbstgemachten Kartoffelchips und bunten Gemüsechips sind der absolute Beweis, dass man den beliebten Klassiker aus der Tüte ganz ohne künstliche Aromen und unnötige Zusätze viel besser zu Hause machen kann! Wenn die hauchdünnen Scheiben in der Friteuse oder im Ofen goldbraun ausbacken, zieht ein herrlicher Duft durch die Küche. Mit ein paar einfachen Kniffen und der richtigen Kartoffelsorte zeige ich dir wie dir die Chips absolut knusprig gelingen und garantiert nicht lätschig werden!
Fritteuse vs. Topf: Was klappt für Chips besser?
Oft werde ich gefragt, ob man unbedingt eine Fritteuse braucht, um gute Chips hinzubekommen. Die ehrliche Antwort lautet: Überhaupt nicht! Beide Methoden haben ihre Vorzüge:
- Die Fritteuse: Sie hat den großen Vorteil, dass sie die Temperatur des Öls vollkommen automatisch und konstant hält. Das ist vor allem dann praktisch, wenn du größere Mengen machst, weil die Temperatur nach dem Hineingeben der rohen Kartoffelscheiben nicht so stark einbricht.
- Der Kochtopf (mit Küchenthermometer): Mit einem tiefen Topf und gutem Öl (und idealerweise einem Fleisch- oder Zuckerthermometer im Blick) gelingen dir die Chips mindestens genauso gut! Der Trick hierbei ist, das Öl auf ca. 175 °C zu erhitzen und die Kartoffelscheiben wirklich nur in kleinen Portiönchen hineinzugeben. Wenn du zu viele auf einmal in den Topf wirfst, kühlt das Öl zu stark ab, die Scheiben saugen sich voll und werden lätschig statt kross.
Ich benutze zum Frittieren meine Fritteuse, wer keine eigene hat der kann die Kartoffelchips und auch die Gemüsechips in einem Topf frittieren, Wichtig ist nur dabei zu beachten das nicht zuviel auf einmal in den Topf kommt, denn das Fett geht dann schnell über den Topf hinaus und es gibt eine Mordssauerei. Von den Verbrennungen möchte ich gar nicht sprechen!
Da ich noch einiges an Gemüse vorrätig hatte habe ich Karotten und Pastinaken ebenfalls zu Chips verarbeitet. Mein Favorit ist schon seit vielen Jahren Sellerie frittiert und auch Salbeiblätter liebe ich sehr. Aber mein Salbei schlummert gerade im Winterschlaf und Sellerie hatte ich leider nicht da. Im Supermarkt gibt es im Winter oft sehr kleine Knollen Sellerie und diese lassen sich super zu Chips verarbeiten.
Die Kartoffel- und Gemüsehips sollten hauchdünn sind, ich bekomme das am Besten mit meinem Hobel hin. Die Endstücke vom Gemüse die übrig bleiben sammle ich für meinen Gemüsefond. Denn erst vor einigen Tagen beim Hobeln der Kartoffelscheiben für meine Mini-Kartoffelpizzen habe ich mir erst wieder ein Stück von meinem Handballen abgehobelt (keine Sorge – es war nur etwas von der Oberfläche – tut aber auch sehr weh ! ) Die Kartoffelenden entsorge ich in den Biomüll.
Und da wir gerade beim entsorgen sind, das alte Frittierfett muss über die Restmülltonne entsorgt werden. Dafür das erkaltete Fett in einen Behälter (z.B. die Ölflasche) abfüllen und in die Tonne geben. Der Müll wird bei uns verbrannt und das alte Öl hilft das Feuer zu beschleunigen. Größere Mengen bitte über einen Werkstoffhof.




Kartoffelchips und Gemüsechips ganz einfach selber machen
Kochutensilien
- Fritteuse oder Topf
- Edelstahlsieb
- Backblech
- Küchenpapierrolle
Zutaten
- Kartoffeln
- Karotten
- Pastinaken
- Salz
- Fleur de Sel
- Gewürze
Anleitungen
- Kartoffeln & Gemüse vorbereiten: Die Kartoffeln und das Gemüse gründlich waschen und schälen (wer mag, kann Bio-Kartoffeln auch mit Schale hobeln).
- Hauchdünn hobeln: Schneide die Kartoffeln und das Gemüse mit einem Küchenhobel oder einer Mandoline in absolut gleichmäßige, feine Scheiben.
- Stärke auswaschen & trocknen: Gib die Kartoffelscheiben in eine Schüssel mit kaltem Wasser und lasse sie kurz einweichen, um überschüssige Stärke zu entfernen. Danach das Wasser abgießen und die Scheiben auf einem sauberen Küchentuch vollkommen trocken tupfen (das ist das Geheimnis für die Knusprigkeit!).
- Ausbacken (Fritteuse oder Ofen):
- In der Fritteuse:Das Öl auf ca. 175 °C erhitzen. Die Kartoffelscheiben portionsweise hineingeben und goldbraun und kross ausbacken. Mit einer Schaumkelle herausheben.
- Im Ofen (gesündere Variante): Die Scheiben auf ein Backblech mit Backpapier legen, dünn mit Öl bepinseln und bei ca. 180 °C Umluft goldbraun backen.
- Würzen & Genießen: Die noch heißen Chips sofort auf Küchenpapier abtropfen lassen und direkt mit Meersalz oder Gewürzen bestreuen. Noch warm servieren!
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Rezept Kartoffelchips und Gemüsechips ganz einfach selber machen

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Warum Fleur de Sel den Unterschied macht
Wenn du dir schon die Arbeit machst, deine eigenen Chips zu frittieren, solltest du beim Salz keine Kompromisse eingehen! Normales feines Jodsalz löst sich auf heißen Chips oft sofort auf und sorgt nur für eine scharfe Salzigkeit. Mein absoluter Geheimtipp für den perfekten Feinschliff ist stattdessen Fleur de Sel („Blume des Salzes“).
Diese zarten, feuchten Salzkristalle schmelzen nicht sofort weg, sondern bleiben leicht auf der knusprigen Oberfläche haften. Wenn du sie in den Mund nimmst, entsteht dieser wunderbare, feine Knusper-Effekt, der den puren Geschmack der Kartoffel perfekt unterstreicht. Streue das Fleur de Sel am besten immer direkt nach dem Frittieren auf die noch heißen Chips, damit es durch das anhaftende Öl perfekt haftet!


Wenn dich die Lust auf knusprige Kartoffel-Snacks aus der Kartoffelwerkstatt jetzt genauso gepackt hat wie mich, probiere unbedingt auch meine knusprigen Country Potatoes aus dem Backofen aus! Die sind außen kross, innen wunderbar weich und passen perfekt zu jedem Grillabend. Guten Appetit und fröhliches Knabbern!
Eure Dani
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