Kräutersalz selber machen: Das beste Rezept für frische Gartenkräuter & Pellkartoffeln

Kräutersalz selber machen

Es gibt kaum etwas Einfacheres und Wirkungsvolleres, um das volle Aroma des Sommers einzufangen, als dein Kräutersalz selber machen zu können. Wenn im Garten oder auf dem Balkon die Kräuterbeete in sattem Grün stehen, ist genau der richtige Zeitpunkt, um Rosmarin, Thymian, Liebstöckel und Co. für die Vorratskammer haltbar zu machen. Dieses handgemachte Kräutersalz bringt die pure Frische direkt in deine Küche – und ist für mich der absolut beste Begleiter für frisch gedämpfte Pellkartoffeln mit einem Klecks Butter. Vergiss gekauftes Gewürzsalz; in unserer Küchenwerkstatt zeigen wir dir heute, wie du mit nur wenigen Handgriffen dein ganz persönliches Aroma-Wunder im Glas kreierst.

Inhaltsverzeichnis

Das richtige Salz: Die Basis für beste Qualität

Wenn wir Kräutersalz selber machen, spielt die Qualität der Zutaten die Hauptrolle. Verwende am besten ein naturbelassenes, grobes Meersalz oder Steinsalz ohne künstliche Zusätze wie Jod oder Rieselhilfen.

Warum grobes Salz? Die groben Kristalle wirken im Mörser oder Mixer wie kleine Mahlsteine. Sie reiben die ätherischen Öle förmlich aus den frischen Kräutern heraus, sodass das Salz die grüne Farbe und das Aroma perfekt aufsaugen kann.

Kräutersalz selber machen

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Frisches Kräutersalz richtig verarbeiten

Damit dein Salz saftig grün wird und monatelang hält, gibt es einen kleinen, aber entscheidenden Trick bei der Verarbeitung von frischen Kräutern.

1. Ernten und Vorbereiten

Pflücke die Kräuter am besten an einem sonnigen Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist – dann ist das Aroma am intensivsten. Wasche die Kräuter nur, wenn es unbedingt nötig ist, und schüttle sie danach gründlich trocken. Die Blättchen von den harten Stielen zupfen.

2. Das richtige Verhältnis finden

Als Faustregel für die Werkstattküche gilt: Auf 4 Teile Salz kommt etwa 1 Teil frische Kräuter (vom Gewicht her). Wenn du es extrem kräuterintensiv magst, kannst du das Verhältnis auch auf 3:1 anpassen.

3. Zerkleinern und Vermengen

Gib die Kräuter zusammen mit einem Teil des Salzes in den Mixer oder einen großen Mörser. Verarbeite alles so lange, bis eine feuchte, homogen grüne Paste entsteht. Gib dann das restliche Salz dazu und mische alles gut durch.

4. Das Salz trocknen (Der wichtigste Schritt!)

Da wir mit frischen Gartenkräutern arbeiten, bringt die Pflanze Feuchtigkeit mit in das Salz. Würdest du es sofort abfüllen, würde es klumpen oder im schlimmsten Fall schimmeln.

  • An der Luft trocknen: Verteile das feuchte Kräutersalz flach auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech. Lass es für 1–2 Tage an einem warmen, schattigen Ort (nicht in der prallen Sonne!) vollständig durchtrocknen. Zwischendurch einfach mal mit den Fingern durchmengen.
  • Im Ofen (Schnellvariante): Wenn es schneller gehen muss, kannst du das Blech bei maximal 40 bis 50 °C (Ober-/Unterhitze) bei leicht geöffneter Ofentür für ca. 1 bis 2 Stunden trocknen.

5. Abfüllen und Lagern

Reibe das getrocknete Salz noch einmal kurz zwischen den Händen oder im Mörser durch, falls es leicht zusammengestanden ist. Fülle es in saubere, trockene Schraubgläser ab. Dunkel und trocken gelagert hält dein handgemachtes Kräutersalz locker ein Jahr – theoretisch, denn meistens ist es viel schneller aufgebraucht!

Das richtige Salz: Die Basis für beste Qualität und echte Mineralstoffe

Wenn wir Kräutersalz selber machen, spielt die Qualität der Basis die Hauptrolle. Salz ist schließlich nicht gleich Salz. Für meine Küche und die Rezepte in der Werkstatt verwende ich grundsätzlich naturbelassenes Meersalz oder einen wertvollen Ansatz aus Himalaya-Salz und Wasser.

Der Grund dafür ist einfach: Über das Salz nehmen wir wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente auf, die unserem Körper guttun. In hochwertigem Meersalz oder edlem Fleur de Sel sind diese Mineralstoffe in einer deutlich höheren Konzentration vorhanden als im gewöhnlichen, stark verarbeiteten Steinsalz oder gar raffinierten Speisesalz.

Achte beim Einkauf unbedingt darauf, dass dein Salz naturbelassen ist und ohne künstliche Zusätze wie Jod, Fluorid oder chemische Rieselhilfen auskommt.

Warum grobe Kristalle für das Kräutersalz ideal sind: Für das Ansetzen mit frischen Kräutern greife ich am liebsten zu grobem Meersalz. Die groben Kristalle wirken im Mörser oder Mixer wie kleine Mahlsteine. Sie reiben die ätherischen Öle förmlich aus den frischen Kräutern heraus. So verbindet sich das Salz perfekt mit dem Pflanzensaft, nimmt die wunderschöne grüne Farbe an und schließt das volle Aroma der Gartenkräuter ein.

Kräutersalz selber machen

Zubereitung

Frische Kräuter: Rosmarin, Majoran, Oregano Blüten, Basilikum, Thymian und ein dünnes Zweiglein Currykraut in einem Mörser zermahlen. Anschließend mit einem groben Meersalz vermischen und weiter zermahlen.

Das frische Kräutersalz auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und trocknen lassen.

In frische und trockene Gläser abfüllen und lagern.

Das Kräutersalz verliert nach einigen Wochen an seiner kräftigen Farbe hält sich aber mehrere Monate.

Dein nächstes Werkstatt-Projekt: Du hast Lust auf noch mehr selbstgemachte Gewürzwunder für deine Kartoffelküche? Dann probiere unbedingt auch mein geniales Pommesgewürz selber machen
 aus – die perfekte, würzige Ergänzung zu deinen knusprigen Kartoffelkreationen!

Eure Dani

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