Suchst du nach einem Rezept für Kartoffelsalat ohne Mayo, das herrlich leicht schmeckt, aber trotzdem super cremig ist? Dann ist diese Variante mit frischem Joghurt, Schmand und körnigem Frischkäse genau das Richtige für dich. Ob als erfrischende Beilage beim Grillen im Sommer oder als moderne, beschwerungsfreie Alternative am Heiligabend – dieser Salat löst den ewigen Familienstreit um die richtige Rezeptur ein für alle Mal. Er schmeckt der traditionellen „Mayo-Fraktion“ genauso gut wie den Liebhabern der klassischen Essig-Öl-Variante und bringt alle an einen Tisch.
Inhaltsverzeichnis
- Essig/Öl oder doch Mayo? Der ewige Streit gelöst
- Rezept Kartoffelsalat ohne Mayonnaise
- Rezept Download
- Von Nord nach Süd: So unterschiedlich isst Deutschland seinen Kartoffelsalat
- Noch mehr Lust auf Kartoffelsalat?
Essig/Öl oder doch Mayo? Der ewige Streit gelöst
Ich selbst liebe beide Arten von Kartoffelsalat. Mit Mayonnaise kenne ich ihn aus meiner Kindheit, während ich die Variante mit Essig und Öl seit vielen Jahren hier in Süddeutschland schätze. Genau diese Spaltung erlebe ich immer wieder: Sei es bei der Grillparty im Sommer oder beim gemütlichen Essen an Heiligabend – die Geschmäcker sind einfach verschieden und oft prallen Welten aufeinander.
Genau hier kommt mein „Kompromiss“ ins Spiel, der das Beste aus beiden Welten vereint. Als ich diese leichtere Variante meinem Mann auftischte – einem absolut eingefleischten Essig/Öl-Kartoffelsalatesser –, war er auf Anhieb begeistert! Er beschrieb den Salat als wunderbar luftig und frisch.
Durch die clevere Mischung der Zutaten liegt er überhaupt nicht schwer im Magen, behält aber genau die cremige Konsistenz, die man an der Mayo-Version so liebt. Damit hast du die perfekte, erfrischende Beilage für heiße Sommertage und gleichzeitig eine moderne, leichte Alternative für die Festtage.
Aber nun möchte ich dich nicht länger auf die Folter spannen – hier kommen die Zutaten und die Zubereitung!

Rezept Kartoffelsalat ohne Mayonnaise

Leicht & super cremig: Kartoffelsalat ohne Mayo mit Frischkäse und Joghurt“
Zutaten
Zutaten Kartoffelsalat
- 800 g festkochende Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 2 Tl Senf
- 6-8 Cornichons
- etwas Essiggurkenwasser
- 3 EL körniger Frischkäse
- 2 EL Naturjoghurt
- 2 EL Schmand
- 1 Apfel
- Zitronensaft
- Salz Pfeffer und 1 Prise Zucker
Zutaten Würstchen
- 2 Paar Wiener Würstchen
- 2 Lorbeerblätter
Anleitungen
- Die Kartoffeln in Wasser mit Schale kochen, wenn sie gar sind ausschütten und ausdampfen lassen.

- Danach schälen und in Kartoffelscheiben schneiden.

- In einer Schüssel den körnigen Frischkäse, Schmand, Joghurt und Senf verrühren, einen Spritzer Zitronensaft und etwas Essiggurkenwasser hineingeben. Die Cornichons und die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und in die Schüssel geben. Den Apfel entkernen und klein schneiden, mit einem Spritzer Zitronensaft vermischen und ebenfalls in die Schüssel geben.

- Die Kartoffelscheiben in die Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker würzen. Dann alles gut miteinander verrühren und einziehen lassen. Vor dem Servieren nochmal nachwürzen mit Salz und Pfeffer. Wenn er zu „dick“ ist, kann auch noch etwas Essiggurkenwasser nachgeben.

- Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Lorbeerblätter hineingeben. Wenn das Wasser kocht, die Temperatur reduzieren und die Würstchen hineingeben und ca. 8 Minuten ziehen lassen.

- Alles zusammen auf einen Teller anrichten.

Rezept Download
Rezept Kartoffelsalat ohne Mayo mit Frischkäse und JoghurtVon Nord nach Süd: So unterschiedlich isst Deutschland seinen Kartoffelsalat
Dass beim Thema Kartoffelsalat die Gemüter hochkochen, liegt vor allem an unseren tief verwurzelten regionalen Traditionen. Je nachdem, in welcher Ecke Deutschlands man aufgewachsen ist, sieht der perfekte Salat auf dem Teller nämlich völlig anders aus.
Wenn wir uns die kulinarische Landkarte einmal anschauen, lässt sich Deutschland grob in vier große Kartoffelsalat-Zonen einteilen:
- Der Norden & Osten (Die Mayo-Hochburg): Hier bin ich aufgewachsen, und genau so kenne ich ihn aus meiner Kindheit. Im Norden und Osten wird der Salat traditionell mit einer reichhaltigen Mayonnaise-Schnittlauch-Saucen-Basis zubereitet. Oft wandern dazu noch hartgekochte Eier, Gewürzgurken und manchmal sogar Äpfel oder Fleischwurst mit in die Schüssel. Er ist herrlich cremig, aber eben auch sehr gehaltvoll.
- Der Süden (Die Essig-Öl-Klassiker): Seit vielen Jahren lebe ich nun hier in Süddeutschland – und hier weht ein ganz anderer Wind. In Baden-Württemberg und Bayern ist Mayonnaise im Kartoffelsalat für viele fast schon ein Sakrileg. Hier werden die noch warmen Kartoffelscheiben mit einer kräftigen, heißen Fleisch- oder Gemüsebrühe, Essig, Öl und reichlich Zwiebeln Übergossen. Das Geheimnis ist das „Schmatzen“ (oder „Zammeln“), wenn sich die Stärke der Kartoffeln mit der Brühe zu einer sämigen Bindung verbindet.
- Der Westen (Die rheinische Variante): Im Rheinland ähnelt der Salat der nördlichen Variante, wird aber oft etwas schlanker gehalten. Hier mischt man die Mayonnaise gerne mit etwas Joghurt oder Gewürzgurkenwasser, um ihm mehr Säure zu verleihen. Auch hier sind Äpfel und Gurken sehr beliebt.
- Unsere Nachbarn in Österreich: Schaut man noch etwas weiter südlich zu unseren Nachbergen nach Österreich (zum Beispiel in die Steiermark), wird der klassische Essig-Öl-Kartoffelsalat oft noch warm mit feldfrischem Vogerlsalat (Feldsalat) gemischt und mit ein paar Spritzern steirischem Kürbiskernöl verfeinert.
Mein Fazit: Warum mein Rezept die Regionen versöhnt
Wenn man wie ich beide Welten kennt und schätzt – die cremige Mayo-Variante aus der Kindheit und den würzigen Essig-Öl-Klassiker aus meiner Wahlheimat im Süden –, sucht man irgendwann nach dem perfekten kulinarischen Treffpunkt in der Mitte.
Genau das ist dieser Kartoffelsalat. Durch den körnigen Frischkäse und den Schmand bekommt er die wunderbare Cremigkeit, die man im Norden liebt, während der Joghurt und das Gurkenwasser ihm die Frische und Leichtigkeit geben, die den Süden begeistert. Ein echter Friedensstifter für den Gaumen, egal aus welcher Region du kommst!
Noch mehr Lust auf Kartoffelsalat?
Wenn du so wie ich gar nicht genug von abwechslungsreichen Kartoffelsalaten bekommen kannst, habe ich hier noch zwei ganz besondere Lieblingsrezepte aus meiner Küche für dich. Beide kommen übrigens ebenfalls komplett ohne schwere Mayonnaise aus:
- Der erfrischende Klassiker: Suchst du nach einer Variante, die maximal knackig und frisch schmeckt? Dann probiere unbedingt meinen Rezept-Tipp für einen leichten Kartoffelsalat mit Gurke. Das Geheimnis hier ist die feine Säure, die perfekt zu jedem Grillabend passt.
- Der nussige Österreicher: Wenn du den regionalen Ausflug in diesem Beitrag direkt auf den Teller bringen willst, empfehle ich dir meine Variante mit dem gewissen Extra: den Kartoffelsalat mit Gurke und Kürbiskernöl. Das dunkle, steirische Kürbiskernöl verleiht dem Salat eine herrlich nussige Note und eine wunderschöne Farbe. Ein echter Hingucker für Gäste!
Stöbere einfach durch die Rezepte und finde heraus, welche Variante dein persönlicher Favorit wird!
Eure Dani
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