Südtiroler Spinatknödel mit Pilzrahmragout wie auf der Skihütte

Beitragsbild Spinatknödel

Südtiroler Spinatknödel mit Pilzrahmragout wie auf der Skihütte gehören für mich zu jedem Winterurlaub einfach dazu – sie schmecken nach Bergen, gemütlicher Auszeit und purer Hüttengaudi! Und damit ein herzliches Grüß Gott aus den Dolomiten.

Diese atemberaubende Sicht und die tiefe Ruhe abseits der Piste geben mir immer wieder die Kraft, nach vorn zu schauen und neue Energie zu tanken… auch wenn ich dann nach einem langen Tag beim Abendessen fast am Tisch einschlafe. Wenn man den ganzen Tag auf den Beinen war, die Pisten rauf und mit Speed wieder runtergejagt ist, zwischendurch einen Almdudler, heiße Schokolade und die Sonne auf der Nasenspitze genossen hat, dann ruft am Abend der große Hunger. Und dann dürfen es Knödel in allen Variationen sein!

Ich liebe diese ehrliche Alpenküche und die unvergleichliche Gemütlichkeit. Mit diesem Rezept holst du dir das wohlige Gefühl einer echten Auszeit direkt auf den Teller. Raus aus dem Alltag, den Kopf frei bekommen und einfach genießen – das ist schließlich das Wichtigste.

Sehnsuchtsort Südtirol: Genussmomente vom Wandern bis zum Hüttenzauber

Dass ich diese Region so sehr liebe, ist für euch wahrscheinlich kein Geheimnis mehr. Südtirol fasziniert mich einfach immer wieder aufs Neue – und das nicht nur im Winter auf den Skiern, sondern genauso beim Wandern in den wärmeren Monaten. Egal zu welcher Jahreszeit, die alpine Küche dort hat es mir angetan! Vielleicht erinnert ihr euch noch an unseren packenden Aufstieg zum Madritschjoch, nach dem eine wärmende Graupensuppe die absolute Rettung war. Oder an die unvergessliche Tour rund um die Drei Zinnen und den mächtigen Ortler, wo eine traditionelle Jause mit Speck und Schüttelbrot natürlich nicht fehlen durfte. Selbst im Herbst zieht es mich dorthin, wenn die Apfelernte in Südtirol in vollem Gange ist. Und weil mich die Teig- und Knödelspezialitäten der Berge einfach nicht loslassen, habe ich neben den heutigen Spinatknödeln auch schon die klassischen Osttiroler Schlipfkrapfen  für euch nachgekocht.

Beitragsbild Spinatknödel

Südtiroler Spinatknödel mit Pilzrahmragout wie auf der Skihütte

Gericht Hauptgericht
Küche Alpenküche
Servings 2 Portionen

Zutaten

Zutaten für die Spinatknödel

  • 300 g Kartoffeln
  • 350 g Blattspinat
  • 1/2 Schalotte
  • 1 Karotte
  • 1 Stück Sellerie
  • ca. 20 g Parmesan
  • Lauchzwiebel
  • 2 Eier
  • Semmelbrösel Mehl
  • Salz Pfeffer, Muskat
  • Butter Öl

Zutaten für das Pilzrahmragout

  • 200 g Kräuterseitlinge
  • 200 g braune Champignon
  • 1/2 Schalotte
  • 100 ml Weißwein
  • 1 EL Schmand
  • 1 TL Senf
  • Salz Pfeffer
  • etwas Öl

Anleitungen

  • Die Kartoffel-Spinat-Basis vorbereiten
    Die Kartoffeln gründlich waschen und in Salzwasser weich kochen. Anschließend abgießen und gut ausdampfen lassen (je trockener die Kartoffeln sind, desto besser bindet der Teig). Die Kartoffeln noch warm schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken, danach vollständig abkühlen lassen. Für den Teig benötigst du mindestens 300 Gramm der gepressten Kartoffelmasse.
  • In der Zwischenzeit den Blattspinat waschen, putzen und in kochendem Salzwasser kurz blanchieren. Sofort in eiskaltem Wasser abschrecken, damit die intensiv grüne Farbe erhalten bleibt. Den Spinat in ein Sieb geben, mit den Händen sehr kräftig ausdrücken (um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen) und in einer Küchenmaschine fein hacken. Ein Ei hinzufügen und alles zu einer homogenen, feinen grünen Masse vermengen.
  • Den Knödelteig zubereiten und formen
    Die halbe Schalotte fein würfeln und in einem kleinen Topf mit etwas Butter glasig dünsten.
  • Nun den Parmesan über die abgekühlte Kartoffelmasse bröseln. Das Spinatpüree und die gedünsteten Schalottenwürfel dazugeben und alles kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Das zweite Ei sowie etwas Mehl und Semmelbrösel hinzufügen. Die Masse so lange gründlich durchkneten, bis ein kompakter, formbarer Teig entsteht, der nicht mehr an den Händen klebt. Bei Bedarf esslöffelweise mehr Mehl und Semmelbrösel hinzugeben, um die gewünschte Festigkeit zu erreichen.
  • Die Spinatknödel garen
    Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Währenddessen aus dem Teig gleichmäßige Knödel formen. Sobald das Wasser kocht, die Hitze sofort herunterschalten – das Wasser darf nicht mehr sprudeln, sondern sollte nur noch ganz leicht köcheln, da die Knödel sonst zerfallen können.
  • Die Knödel vorsichtig hineingeben; sie sinken zunächst auf den Topfboden. Sobald die Spinatknödel an die Oberfläche aufsteigen, lässt du sie noch ca. 2 Minuten im heißen Wasser ziehen. Anschließend mit einer Schaumkelle vorsichtig herausheben und warmhalten.
  • Das Pilzrahmragout & die Gemüse-Schmelze zubereiten
    Für die Gemüse-Schmelze die Karotte und den Sellerie schälen und in hauchfeine, kleine Würfel schneiden. In einem kleinen Topf etwas Butter und Öl erhitzen, die Gemüsewürfel darin glasig dünsten und ganz zum Schluss etwas fein geschnittenen Zwiebellauch untermischen. Einmal umrühren und den Topf vom Herd nehmen.
  • Für das Ragout die Kräuterseitlinge und Champignons putzen und in appetitliche Stücke oder Scheiben schneiden. Die verbleibende halbe Schalotte schälen und fein würfeln. Etwas Öl in einer Pfanne stark erhitzen. Die Schalotten und die Pilze hinzugeben und unter ständigem Rühren scharf anschwitzen.
  • Wichtig: Die Pilze erst ganz kurz vor dem Ablöschen mit Salz und Pfeffer würzen! Wird das Salz zu früh hinzugefügt, ziehen die Pilze sofort Wasser und werden zäh statt knackig.
  • Die Pilze mit dem Weißwein ablöschen, einen Esslöffel Schmand einrühren und das Ragout mit dem Senf fein abschmecken.
  • Anrichten und Servieren
    Die warmen Spinatknödel dekorativ auf tiefen Tellern anrichten und das cremige Pilzrahmragout großzügig dazugeben. Die Knödel mit der bunten Karotten-Sellerie-Schmelze krönen und das Gericht mit dem restlichen, frisch geschnittenen Zwiebellauch garnieren. Heiß servieren und das Hüttenfeeling genießen!

Rezept Download

Spinatknoedel Pilzrahmragout

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Holt euch den Hüttenzauber nach Hause!

Vielleicht habe ich euch mit diesem Rezept ein wenig Lust auf eine deftige, ehrliche Bergküche gemacht – oder euch mit meinen Bildern sogar zum nächsten Trip in die Berge inspiriert. Für mich bedeuten diese kleinen Auszeiten in den Alpen pure Erholung und der beste Stressabbau überhaupt. Tagsüber beim Skifahren oder Wandern den Kopf mal so richtig frei bekommen, um dann am Abend vor Erschöpfung und glücklich von der vielen frischen Luft einzuschlafen. Raus aus dem Alltag – das ist schließlich das Wichtigste!

Jetzt seid ihr dran: Welches Gericht darf bei eurem perfekten Tag auf der Hütte auf keinen Fall fehlen? Seid ihr auch Team Spinatknödel, oder schlägt euer Herz eher für Kaiserschmarrn, Kaspressknödel oder eine deftige Brotzeit?

Schreibt mir eure liebsten Hüttenrezepte unbedingt unten in die Kommentare! Ich bin super gespannt auf eure kulinarischen Highlights aus den Bergen.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen,

Eure Dani

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