Die einzigen wahren Knödel werden aus Kartoffeln gemacht – da sind wir uns einig, oder? Wenn es um die Königsdisziplin der Beilagen geht, führt kein Weg an ihnen vorbei. Aber hast du schon mal von halbseidenen Kartoffelknödeln gehört? Falls nicht, oder falls dir das Rezept bisher zu kompliziert vorkam: Keine Sorge!
Ich zeige dir heute ein einfaches, absolut gelingsicheres Grundrezept, mit dem deine Knödel wunderbar fluffig werden und garantiert nicht im Topf zerfallen. Ich nehme dich Schritt für Schritt an die Hand, damit du diese Beilage wie ein Profi selber machen kannst.
Inhaltsverzeichnis
- Knödel oder Kloß: Wo liegt eigentlich der Unterschied?
- Tipps für die perfekte Knödel-Garantie
- Rezept Download
Knödel oder Kloß: Wo liegt eigentlich der Unterschied?
Vielleicht hast du dich beim Kochen auch schon gefragt, warum die runden Leckereien mal Knödel und mal Klößeheißen. Gibt es da überhaupt einen Unterschied bei den Zutaten?
Die beruhigende Antwort: Nein! Kulinarisch gesehen meinen beide Begriffe exakt das Gleiche. Der Unterschied ist eine reine Frage der Geografie und Sprachgeschichte:
- Der „Kloß“ im Norden und Westen: Das Wort stammt vom althochdeutschen Begriff „kloz“ ab, was so viel wie „Kumpen“, „Ballen“ oder einfach eine geballte Masse bedeutet. Wenn du in Nord-, West- oder Mitteldeutschland (wie in Thüringen) unterwegs bist, wirst du fast ausschließlich den Begriff „Kloß“ hören.
- Der „Knödel“ im Süden: Dieses Wort leitet sich vom mittelhochdeutschen „knode“ (Knoten) oder dem lateinischen „nodus“ ab – eine Anspielung auf die kleine, runde, verknotete Form. In Süddeutschland, Bayern, Österreich und natürlich Böhmen sagt man traditionell „Knödel“.

Tipps für die perfekte Knödel-Garantie
- Der Probeknödel rettet den Tag: Bevor du alle Knödel ins Wasser gibst, forme einen kleinen Test-Knödel und gib ihn ins siedende Wasser. Zerfällt er, ist zu wenig Bindung im Teig. Knete einfach noch etwas Kartoffelstärke unter.
- Die richtige Wassertemperatur: Wenn Kartoffelknödel im sprudelnden Wasser kochen, reißt die Oberfläche auf und sie zerfallen. Ruhe und sanftes Simmern sind das Geheimnis!
- Bloß kein Deckel: Lass den Topf beim Garziehen der Knödel unbedingt offen oder lege den Deckel nur ganz schief auf, damit sich kein Druck aufbaut.

Halbseidene Kartoffelknödel – das klassische Grundrezept, Schritt für Schritt
Zutaten
- 1 kg Kartoffeln mehlig kochende
- 4 Scheiben Toastbrot
- 50 g Butterschmalz
- 200 ml Milch
- 200 g Kartoffelmehl
- 1 Prise geriebene Muskatnuss
Anleitungen
- Die Kartoffeln waschen und knapp mit Wasser bedeckt kochen.

- In der Zwischenzeit das Toastbrot in kleine Würfel schneiden.

- In einer Pfanne goldbraun rösten.

- Die Kartoffeln schälen und noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Salz und Muskatnuss würzen. Den Teig kurz ruhen lassen und einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen.

- Das Kartoffelmehl zu den durchgedrückten Kartoffeln geben.

- Die Milch kurz aufkochen und ebenfalls zur Kartoffelmasse geben.

- Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

- Aus dem Teig mit leicht bemehlten Händen 8-10 Klöße formen und in der Mitte einen Brotwürfel eindrücken.

- Den Kloß so formen, dass sie keine Risse haben und in das leicht kochende Salzwasser geben.

- Die Hitze reduzieren damit das Wasser nicht sprudelnd kocht und dabei darauf achten das die Knödel nicht am Boden hängen bleiben, sondern aufsteigen können.

- Wenn die Knödel aufgestiegen sind, noch ca. 5 Minuten ziehen lassen und dann mit einem Schaumlöffel herausheben.

Rezept Download
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Es gibt bereits viele Rezepte die ich in ausführlichen Schritt für Schritt Anleitungen erstellt habe. Ich verlinke die hier noch die anderen Rezepte:
Rösti, Kartoffelpüree oder Macaire Kartoffeln.
Meine Knödel/Klösse habe ich für das Essen Milch geschmorten Schweinebraten zubereitet.
Und schau dir auch meine anderen Kartoffelrezepte an.
Hast du das Rezept ausprobiert? Welches Gericht gibt es bei dir am liebsten zu den Knödeln? Schreib es mir unbedingt unten in die Kommentare – ich bin gespannt auf deine Kreationen!
Eure Dani
Lass uns die Sache festmachen: Ein Klick und du verpasst garantiert nichts mehr.
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