Abenteuer Peru (Teil 3): Magie am Titicacasee, Arequipa und mein wärmendes Chupe de Papas

Chupe de Papas

Heute präsentiere ich dir mein Rezept für Chupe de Papas zum krönenden Abschluss unserer dreiteiligen Peru-Reise!

Nach der hektischen Küstenmetropole Lima und den kräftezehrenden Höhenmetern auf dem Inkatrail nach Machu Picchu schlagen wir heute ein ruhigeres, tief berührendes Kapitel auf. Ich nehme dich mit an den sagenumwobenen Titicacasee und in die schneeweiße Vulkanstadt Arequipa. Passend dazu wartet mit dieser traditionellen, cremigen Kartoffelsuppe samt pochiertem Ei, Käse und der fruchtigen Schärfe der gelben Ají Amarillo Chili ein echtes Seelenfutter aus den peruanischen Anden auf dich.

Titicacasee & Arequipa: Echtes Leben, tiefe Begegnungen und die weiße Stadt

Von Cusco nach Puno

Nach den Anstrengungen des Inkatrails steigen wir in Cusco in den Überlandbus Richtung Puno. Je weiter wir fahren, desto weiter öffnet sich das Hochland (Altiplano). Puno selbst liegt auf über 3.800 Metern Höhe direkt am gigantischen Titicacasee, dem höchsten schiffbaren See der Welt.

Die schwimmenden Inseln der Uros

Mit einem Holzboot gleiten wir über das tiefblaue Wasser zu den berühmten schwimmenden Inseln der Uros. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Menschen hier seit Jahrhunderten ihr gesamtes Leben auf Matten aus aufgeschichtetem Totora-Schilf aufbauen. Wir durften in einem der traditionellen Schilfboote mitfahren und bekamen einen sehr ehrlichen, demütig machenden Einblick darin, wie einfach, aber voller Gemeinschaftssinn die Familien hier mitten auf dem See leben.

Einziehen bei einer einheimischen Familie

Das größte Highlight wartete auf einer der festen Inseln im See: Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe anderer Reisender wurden mein Mann und ich für einen Tag und eine Nacht von einer einheimischen Familie aufgenommen. Wir durften in ihrem Haus übernachten, haben ein einfaches, traditionelles Abendessen serviert bekommen und saßen am Abend zusammen, um Geschichten auszutauschen. Kein Luxus, aber eine Herzlichkeit, die man nie wieder vergisst.

Weiterreise nach Arequipa

Nach drei unvergesslichen Tagen am Titicacasee ging es im Bus weiter nach Arequipa. Die „weiße Stadt“ liegt eingerahmt von mächtigen Vulkanen und verdankt ihren Namen den strahlend hellen Bauwerken aus weißem Sillar-Vulkangestein. Hier schloss sich kulinarisch der Kreis unserer Reise, denn Arequipa ist weltberühmt für seine reichhaltigen Eintöpfe und Suppen!

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Das Rezept: Chupe de Papas (Peruanische Kartoffelsuppe)

Ein Chupe ist mehr als nur eine Suppe – es ist eine opulente, sättigende Mahlzeit! Das Geheimnis liegt in der Kombination aus mehlig-festkochenden Kartoffeln, süßem Mais, knackigen Erbsen und der fruchtig-scharfen Ají Amarillo Paste. Abgerundet mit Schafskäse und einem direkt in der Suppe pochierten Ei schmeckt dieses Gericht nach purer Geborgenheit.

Chupe de Papas

Chupe de Papas

Ein wärmender Suppen-Klassiker aus den peruanischen Anden: Chupe de Papas kombiniert saftige Kartoffeln, Mais, Erbsen und Fetakäse in einer cremig-scharfen Ají-Amarillo-Brühe. Das Highlight: In der Suppe sanft pochierte Eier!
Gericht Suppe
Küche Peruanisch
Suchbegriff Kartoffeleintopf
Servings 4 Portionen
Calories 450kcal

Zutaten

  • 800 g Kartoffeln festkochend oder vorwiegend festkochend, geschält und gewürfelt
  • 1 große Zwiebel fein gewürfelt & 3 Knoblauchzehen (fein gehackt)
  • 2 EL Ají Amarillo Paste gelbe peruanische Chili-Paste*
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Je 1 kleine Tasse Erbsen und Mais frisch oder TK
  • 150 g Fetakäse / Hirtenkäse gewürfelt, als Ersatz für peruanischen Queso Fresco
  • 100 ml ungesüßte Kondensmilch alternativ Kochsahne
  • 4 frische Eier
  • 1 EL getrockneter Oregano & frischer Koriander zum Bestreuen
  • etwas Pflanzenöl zum Anbraten Salz und Pfeffer

*Dein selbstgemachter Ersatz für Ají Amarillo:Falls du keine Fertigpaste findest, püriere 1 gelbe Paprikaschote mit einigen Tropfen scharfer Chilisauce (z. B. Habanero) oder einer Prise Cayennepfeffer. Die Paprika liefert die leuchtende Farbe und Frucht, die Chilisauce die peruanische Schärfe!

Anleitungen

  • Die würzige Basis:
    Erhitze etwas Öl in einem großen Topf. Brate die fein gewürfelte Zwiebel und den Knoblauch darin glasig an. Füge die Ají Amarillo Paste (oder deinen Paprika-Chili-Ersatz) hinzu und brate alles unter Rühren für 2 Minuten an, bis sich die Aromen entfalten.
  • Köcheln lassen:
    Gib die Kartoffelwürfel und die Gemüsebrühe in den Topf. Lass die Suppe bei mittlerer Hitze für etwa 15 Minuten sanft köcheln, bis die Kartoffeln fast weich sind.
  • Gemüse zugeben:
    Rühre die Erbsen und den Mais unter und lass alles weitere 5 Minuten garen.
  • Eier pochieren: Schlage die 4 Eier einzeln und vorsichtig direkt in die leicht köchelnde Suppe ein (ab jetzt nicht mehr umrühren!). Lass die Eier für ca. 3 bis 4 Minuten in der heißen Suppe pochieren, bis das Eiweiß fest, aber der Dotter im Kern noch flüssig ist.
  • Cremig verfeinern:
    Nimm den Topf vom Herd. Rühre die Kondensmilch, die Fetakäse-Würfel und den Oregano ganz vorsichtig unter, damit die Eier nicht beschädigt werden.
  • Anrichten:
    Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe auf tiefe Teller verteilen – so, dass jeder Teller ein pochiertes Ei erhält – und großzügig mit frischem Koriander bestreuen.

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, daß ich die Kondensmilch vergessen habe in die peruanische Kartoffelsuppe hinein zu geben.

Die dreiteilige Peru-Reihe im Überblick

Falls du die ersten Etappen unserer Reise verpasst hast oder die passenden Rezepte nachkochen möchtest, kannst du hier direkt reinlesen:

  • Teil 1: Lima & modernes Ceviche mit bratenen Kartoffeln – Von den Klippen in Miraflores, einem Pisco-Kurs und meinem Rezept für Gelbschwanzmakrele mit Knusperkartoffeln.
  • Teil 2: Inkatrail nach Machu Picchu & traditionelle Papa Rellena – Vier Tage Abenteuer durch Dschungel und Schlamm bis nach Machu Picchu, belohnt mit gefüllten peruanischen Kartoffeln.
  • Teil 3 (dieser Beitrag): Titicacasee, Puno & Arequipa – Übernachten bei einer einheimischen Familie auf dem See und mein Seelenfutter-Rezept für Chupe de Papas.
Chupe de Papas

Das Fazit unserer Peru-Reise

Vom Meeresrauschen in Lima über den feuchten Dschungelschlamm des Inkatrails bis hin zur friedlichen Stille des Titicacasees: Peru hat uns tief berührt. Es ist ein Land voller Gegensätze, unglaublicher Gastfreundschaft und einer Kartoffel-Kultur, die mein Foodblog-Herz nachhaltig geprägt hat. Ich hoffe, diese drei Beiträge haben dir ein wenig Fernweh und ganz viel Appetit gemacht!

Hast du schon einmal ein Ei direkt in einer Suppe pochiert oder warst du selbst schon in Südamerika unterwegs? Welches der drei Peru-Rezepte wirst du als Erstes nachkochen? Schreib es mir unbedingt in die Kommentare!

Eure Dani

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