Abenteuer Peru (Teil 1): Der Geschmack von Lima und mein modernes Ceviche mit gebratenen Kartoffeln

Peru Teil 1 - Ceviche

Ein neues, großes Abenteuer hat begonnen, und heute zeige ich dir mein brandneues Rezept für ein modernes Ceviche mit gebratenen Kartoffeln. Ich nehme dich mit auf eine dreiteilige Reise durch ein Land, das mich schon lange fasziniert hat: Peru. Gemeinsam mit meinem Mann habe ich mich auf den Weg nach Südamerika gemacht – im Gepäck jede Menge Neugier und die Vorfreude auf eine der spannendsten kulinarischen Regionen der Welt. In jedem der drei Beiträge erwartet dich ein kleiner Einblick in unsere Erlebnisse und natürlich ein passendes Rezept aus meiner Küche.

Wir starten dort, wo unsere Reise begann und endete: In der pulsierenden Küstenmetropole Lima. Während wir uns hier im ersten Teil den kulinarischen Genüssen der Stadt widmen, wartet in Teil 2 bereits das absolute Kontrastprogramm auf dich: Dann nehme ich dich mit in die Anden, wo wir vier Tage lang auf dem legendären Inkatrail gewandert und schließlich erschöpft, aber überglücklich in Machu Picchu eingelaufen sind! Doch bevor die Wanderschuhe geschnürt werden, tauchen wir erst einmal ein in den Geschmack von Lima…

Ceviche mit gebratenen Kartoffeln

Lima: Von der ersten Vorfreude zur puren Entspannung

Nach einem zwölfstündigen Flug aus Europa sind wir gelandet. Müde, aber voller Adrenalin. Für die allererste Nacht hatten wir ein Hotel direkt in Lima gebucht, bevor es am nächsten Tag direkt weiter nach Cusco gehen sollte. Und was macht man als Food-Bloggerin als Allererstes, wenn man peruanischen Boden betritt? Richtig: Ceviche essen! Dieses allererste Gericht, direkt nach der Ankunft, schmeckte nach purem Abenteuer und bildete den perfekten Startschuss für unsere Rundreise.

Am Ende unseres Urlaubs schloss sich der Kreis: Wir kehrten für vier weitere Nächte nach Lima zurück. Diesmal waren wir tiefenentspannt, voller Eindrücke aus den Anden und bereit, uns ganz auf den Trubel der Stadt einzulassen.

Klippen, Kolonialzeit und ein Pisco-Kurs

Wir haben die historische Innenstadt mit ihrer beeindruckenden Architektur erkundet und viel Zeit im wunderschönen Küstenviertel Miraflores verbracht. Bei langen Spaziergängen an den Klippen entlang haben wir den Parque del Amor(Park der Liebe) entdeckt – die geschwungenen, bunten Mosaikmauern dort erinnern total an den unverkennbaren Stil von Gaudí in Barcelona. Mit Blick auf den Pazifik lässt es sich hier wunderbar das Stadtleben genießen.

Ein absolutes Highlight war ein Cocktailkurs inklusive Tasting, den wir während der Reise gemacht haben. Dort haben wir gelernt, wie man den perfekten Pisco Sour mixt. Das Geheimnis liegt in der richtigen Balance aus Säure, Süße und dem perfekten Schaum – ein Stück Peru, das ich auf jeden Fall mit nach Hause genommen habe.

Das Rezept: Ceviche mit gebratenen Kartoffeln „Nikkei-Style“

Traditionell wird Ceviche in Peru oft mit gekochter Süßkartoffel (Camote) serviert, um die Säure der Limetten auszubalancieren. In Lima ist zudem die Nikkei-Küche – die Fusion aus peruanischen und japanischen Einflüssen – allgegenwärtig.

Inspiriert davon habe ich ein modernes Ceviche kreiert: feine Gelbschwanzmakrele in Sashimi-Qualität trifft auf asiatische Nuancen von Ponzu, Edamame und die Frische von Granatapfelkernen. Und statt der klassischen Süßkartoffel gibt es bei mir knusprig gebratene Kartoffelwürfel als warmen, herzhaften Kontrast zum kalten, säuerlich-scharfen Fisch.

Ceviche mit gebratenen Kartoffeln

Modernes Ceviche „Nikkei Style“ mit gebratenen Kartoffeln

Dieses moderne Ceviche bringt den Geschmack Perus mit einem asiatischen Nikkei-Touch auf den Teller. Feinste Gelbschwanzmakrele wird in einer spritzigen Ponzu-Limetten-Marinade gegart und mit knackiger Edamame sowie süßen Granatapfelkernen verfeinert. Das absolute Highlight auf meinem Blog: Statt klassischer Süßkartoffel serviere ich dazu warm gebackene, knusprige Kartoffelwürfel aus der Pfanne – ein genialer Kontrast aus heiß und kalt!
Gericht Hauptgericht
Küche Fusion / Nikkei, Peruanisch, Sommerküche
Keyword Ceviche mit gebratenen Kartoffeln, Gelbschwanzmakrele Rezept, Kartoffelwerkstatt, Lima Ceviche, Peruanische Küche
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde
Servings 2 Personen
Calories 625kcal

Zutaten

Für das Ceviche:

  • 300 g Gelbschwanzmakrele unbedingt in absoluter Sashimi-/Rohfisch-Qualität!
  • 2 Stangen Staudensellerie fein gewürfelt
  • 1 Handvoll Edamame gegart
  • 2-3 EL Granatapfelkerne
  • 1 Lauchzwiebel in feine Ringe geschnitten
  • 1/2 Chili fein gehackt
  • 3 Stängel frischer Koriander

Für die Marinade („Leche de Tigre“ mit Twist):

  • Saft von 2 Limetten
  • 3 EL Ponzusauce
  • 1 EL Fischsauce
  • 80 g brauner Zucker
  • 2 EL Olivenöl

Für die Kartoffelwürfel:

  • 300 g festkochende Kartoffeln
  • Etwas Öl zum Anbraten
  • Salz

Anleitungen

  • Die Kartoffeln vorbereiten: 
    Die Kartoffeln mit Schale etwa 10 Minuten vorgaren, sodass sie noch gut fest sind. Anschließend pellen, abkühlen lassen und in gleichmäßige, kleine Würfel schneiden.
    Kartoffeln kochen
  • Die Marinade ansetzen: 
    Den Limettensaft, die Ponzusauce, die Fischsauce und den braunen Zucker in einer kleinen Schüssel so lange verrühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Zum Schluss das Olivenöl unterrühren.
    modernes Ceviche mit Knusperkartoffeln 3 1
  • Fisch & Gemüse: 
    Den gut gekühlten Fisch in feine, mundgerechte Würfel oder Streifen schneiden. In einer Schüssel den Fisch mit Staudensellerie, Edamame, Lauchzwiebeln und der gehackten Chili mischen. Die Marinade darübergeben und alles für ca. 5 bis 10 Minuten im Kühlschrank ziehen („garen“) lassen.
    Ceviche mit gebratenen Kartoffeln
  • Die Knusperkartoffeln: 
    Während der Fisch mariniert, etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Kartoffelwürfel hineingeben und von allen Seiten goldbraun und knusprig anbraten. Mit einer Prise Salz würzen.
    Knusperkartoffeln
  • Anrichten: 
    Das Ceviche aus dem Kühlschrank nehmen, die frischen Korianderblätter und die Granatapfelkerne unterheben. Das Ceviche auf Tellern anrichten und die heißen, knusprigen Kartoffelwürfel als genialen Temperatur- und Textur-Kontrast direkt daneben oder als Topping darübergeben. Sofort servieren!
    modernes Ceviche mit Knusperkartoffeln 14

Rezept Download

Rezept Modernes Ceviche mit gebratenen Kartoffeln

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Das A und O beim Ceviche: Die richtige Fischqualität und Handhabung

Da der Fisch bei einem Ceviche nicht durch Hitze gekocht, sondern nur durch die Säure der Limetten kalt gegart wird (die sogenannte Denaturierung), steht die Qualität an allererster Stelle. Wichtig zu wissen: Nicht jeder Fisch ist für Ceviche geeignet. Du solltest beim Einkauf unbedingt darauf hinweisen, dass du den Fisch roh verzehren möchtest. Er muss absolute Spitzen- oder Sashimi-Qualität haben.

Ich habe mich für eine edle Gelbschwanzmakrele entschieden, die ich bei der Deutschen See gekauft habe. Da der Fisch tiefgekühlt geliefert wurde, habe ich ihn über Nacht ganz schonend im Kühlschrank auftauen lassen.

Wichtige Tipps für die sichere Zubereitung zu Hause:

  • Die Kühlkette einhalten: Hole den Fisch erst aus dem Kühlschrank, wenn alle anderen Zutaten (das Gemüse und die Marinade) komplett fertig geschnitten und vorbereitet sind. Der Fisch muss durchgehend eiskalt verarbeitet werden.
  • Keine Reste aufheben: Ein Ceviche ist ein absolutes Frische-Produkt. Es muss nach der Zubereitung direkt aufgegessen werden und ist nicht zur Aufbewahrung im Kühlschrank für den nächsten Tag geeignet.
  • Säure-Timing: Lass den Fisch nicht zu lange in der Marinade liegen. Bei feinen Würfeln reichen 5 bis maximal 10 Minuten völlig aus – sonst wird der Fisch trocken und verliert seine wunderbare, glasige Konsistenz.

Ausblick auf Teil 2: Das große Abenteuer auf dem Inkatrail!

Lima hat mich absolut verzaubert und kulinarisch tief beeindruckt. Aber das war erst der Anfang unserer Peru-Reise! Im nächsten Teil lassen wir die Küste hinter uns und es geht hoch hinaus in die Anden. Ich nehme dich mit auf den legendären Inkatrail: Vier Tage voller Abenteuer und purer Natur im Nationalpark, wandern durch mystische Nebelwälder und dichten Dschungel, bis wir schließlich überglücklich am Sonnentor von Machu Picchu eingelaufen sind. Pack schon mal gedanklich deine Wanderschuhe ein – im nächsten Beitrag wird es wild, atemberaubend und wunderschön!

Eure Dani

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